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Nachwuchspreis Heimatvertriebene in Hannover vergeben Förderpreis für Studenten der Uni Vechta

Zeichnete sieben Preisträger aus: Editha Westmann

Zeichnete sieben Preisträger aus: Editha Westmann

dpa

Hannover/Vechta - Biografiearbeit mit einer hundertjährigen Ostpreußin, Schicksale heimatvertriebener Prominenter im Kreis Vechta, ein vertriebenes ostdeutsches Diakonissen-Mutterhaus in der Bundesrepublik, Lebenswege heimatvertriebener junger Frauen in Ostniedersachsen: Themen, die den Nachwuchs reizen. Insgesamt sieben Protagonisten sind am Donnerstagabend im Festsaal des Alten Rathauses Hannover von der Landesbeauftragten Editha Westmann für ihre Arbeiten geehrt worden.

Der Nachwuchspreis war von der Landesbeauftragten für Heimatvertriebene und Spätaussiedler im Frühjahr 2021 erstmalig ausgelobt worden. Junge Niedersachsen, die sich in Schule, Ausbildung, Studium oder Freizeit mit der Geschichte der deutschen Heimatvertriebenen beispielhaft auseinandersetzen, konnten für diesen Preis vorgeschlagen werden. Eigenbewerbungen waren ebenfalls zulässig. Weit gefasste Vergabekriterien ermöglichten es der fünfköpfigen Jury, auch Leistungen aus dem ehrenamtlichen und privaten Bereich zu würdigen.

Vielfalt der Arbeiten

Die preisgekrönten Arbeiten spiegeln diese Vielfalt wider: Ein Förderpreis für wissenschaftliche Essays geht an vier Studentinnen der Universität Vechta, ein weiterer Förderpreis an einen 22-jährigen Oldenburger für die technisch-künstlerische Ausführung eines Dokumentarfilms. Weil manche Leistungen mit objektiven Kriterien nicht zu vergleichen waren, stand am Ende die Entscheidung für zwei Hauptpreise. Einen der beiden erhält eine Absolventin der Universität Göttingen für ihre Masterarbeit, den anderen eine junge Grundschullehrerin aus Stade für ihre Berichte von einer Freundschaft zu einer 80 Jahre älteren Frau.

Schockierende Aktualität

„Als wir den Preis ausgelobt haben, konnte niemand ahnen, dass das Thema zum Zeitpunkt der Verleihung durch den Krieg in der Ukraine von einer unfassbar schockierenden Aktualität begleitet werden sollte“, so Editha Westmann. „Der Verlust der Heimat hat schon vor über 75 Jahren Millionen Menschen schwer traumatisiert. Für junge Leute ist es heute eine enorme Herausforderung, sich dem Thema ‚Heimatvertriebene‘ zu nähern. Es kann erhellend sein, es kann tiefe Emotionen hervorrufen, es kann eine Gratwanderung sein. Unsere Preisträger haben sich auf sehr unterschiedliche Weise mit dem Thema befasst und sowohl die Jury als auch mich tief beeindruckt.“

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