NEUENKIRCHEN-VöRDEN - NEUENKIRCHEN-VÖRDEN/CCF - Mehr als 100 Teilnehmer haben am Dienstagabend im Kulturbahnhof der Gemeinde Neuenkirchen-Vörden die Abschlussveranstaltung zum Integrierten Ländlichen Entwicklungskonzept (ILEK) Südkreis Vechta (die NWZ berichtete) besucht. Unter den Zuhörern waren auch Niedersachsens Landwirtschaftsminister Hans-Heinrich Ehlen (CDU) und die Bürgermeister der ILEK-Gemeinden aus dem Nordkreis.
Bei seiner Vorstellung des ILEK-Süd-Prozesses verwies Roland Stahn (Planungs- und Ingenieurgesellschaft GfL, Bremen) unter anderem darauf, dass sich seit dem Auftakt im Januar 2006 etwa 200 Personen aktiv „in den Prozess eingebracht haben“. Sie kamen aus Damme, Dinklage, Lohne, Holdorf, Neuenkirchen-Vörden und Steinfeld. In vier Arbeitskreisen und 25 Projektgruppen wurden mehr als 150 Projektvorschläge erarbeitet. Darin ging es um sechs Bereiche – von „Wirtschaft, Beschäftigung und Ausbildung“ bis „Soziales und schulische Bildung“ .
Diskutiert wurden regional wirksame Vorhaben, wie etwa ein „Nährstoffstrom- und Energiemanagement“ sowie die touristische Vermarktung der Ernährungswirtschaft. Sie können, um ihre Chancen auf eine Förderung durch die Europäische Union (EU) zu stärken, auf den gesamten Kreis Vechta übertragen werden. Die Entwicklung eines regional abgestimmten Raumnutzungskonzepts, Schwerpunkt Energieerzeugung, und Vorschläge zur dringend notwendigen Verbesserung der regionalen Verkehrsinfrastruktur waren weitere Themen.
Weiter stellten Prof. Martina Flath (Hochschule Vechta), Bernard Echtermann (Holdorf), Bernd Stolle (Tourist-Information Dammer Berge) und der Unternehmer Andreas Tepe die Ergebnisse ihrer Arbeitskreise vor. Dazu zählten beispielsweise eine „Straße der Ernährung“ sowie der „Olga-Hafen“ aus dem Themenfeld Tourismus, Ausführungen zum Fachkräftemangel in der heimischen Region sowie die Diskussion um ein Für und Wider in Sachen Biogasanlagen.
