NEUENKIRCHEN-VöRDEN - „Alle Bürger sind ganz herzlich eingeladen“, sagt Hartmut Frerichs, Präsident des Heimatbundes für das Oldenburger Münsterland, über den Münsterlandtag am 8. November in der Sporthalle der Haupt- und Realschule in Neuenkirchen. Besonders am Herzen liegt ihm der Vormittag: „Viele Leute glauben, der Vormittag sei nur für geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft und Kultur. Dem ist nicht so. Alle sind eingeladen“, und Frerichs legt die Betonung auf „alle“.
Grund genug zu kommen, sei auch gegeben. Der Instrumental-Musikverein Neuenkirchen verspreche einen Musik-Genuss, und der Festredner Prof. Dr. Hermann von Laer (Hochschule Vechta) werde das Seine zu einem interessanten Vormittag beisteuern, verspricht der Präsident. Von Laer spricht über „Fusionen in Wirtschaft, Politik und Gesellschaft – Wo bleibt der Mensch?“ Frerichs erhofft sich auch kritische Töne zur aktuellen Finanzkrise.
Frerichs und Alfons Wieschmann, Bürgermeister in Neuenkirchen-Vörden, sowie ihre Teams haben das Programm des diesjährigen Münsterlandtages am Donnerstag im Rathaus vorgestellt. Die Großveranstaltung ist jedes Jahr in einer anderen Gemeinde oder Stadt des Oldenburger Münsterlands zu Gast. Im kommenden Jahr ist es die Gemeinde Cappeln.
Der Vormittag am 8. November schließt mit Erbsensuppe. Für Getränke und Suppe werden sieben Euro erhoben. Kaffee und Kuchen am Nachmittag während des Kulturprogramms kosten fünf Euro. Er wird von Schulen, Vereinen und Gruppen aus der Gemeinde gestaltet.
Frerichs und Wieschmann lobten die „ausgezeichnete Zusammenarbeit von Gemeinde und Heimatbund“ bei der Vorbereitung. Maßgeblichen Anteil hatten auch Heinrich Havermann und Berna Sassen (Heimatbund-Geschäftsführung) sowie Sandra Röwe und Ansgar Brockmann seitens der Verwaltung. Erwartet werden allein am Vormittag 400 bis 500 Gäste.
Der „Heimatbund für das Oldenburger Münsterland” wurde am 8. Dezember 1919 als Dachorganisation aller heimatlichen Vereinigungen der Landkreise Cloppenburg und Vechta gegründet. Seine Aufgaben sieht er darin, das Verständnis für das Oldenburger Münsterland zu verbreiten, seine Eigenarten zu erforschen, zu erhalten und weiterzuentwickeln, die heimatlichen Kulturbelange zu vertreten und die Liebe zur Heimat zu wecken wie zu fördern.
Mitglieder des Heimatbundes sind zum einen die Landkreise und Kommunen, zum anderen die Heimatvereine des Oldenburger Münsterlandes. Auch natürliche Personen können als Einzelmitglieder dem Heimatbund angehören. Der Münsterlandtag hat vormittags einen Kundgebungscharakter für die Arbeit des Heimatbundes. Er wird im Oldenburger Münsterland als kulturpolitisches Ereignis verstanden.
