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POLITIK „Opposition von Herzen gerne“

„Die Linke“-Vorsitzender im Kreisverband Vechta

Markus Schalk

ist von Beruf Diplom-Handelslehrer an den Berufsbildenden Schulen in Wildeshausen. Der 60-Jährige lebt mit seiner Ehefrau Martina seit zehn Jahren in einem umgebauten Bauernhof in Gastrup (Gemeinde Goldenstedt). Zur Familie, die bei dem Hobbyfotografen viel zählt, gehören sechs Kinder (19 bis 25 Jahre) sowie die Hunde „Fayen“ und „Missie“.

Politische Erfahrungen

bringt Markus Schalk als Ex-Vorstandsmitglied des Jusos und der SPD-Oldenburg (1968 bis 1997, Ausschluss), parteiloser Ratsherr und Ex-Vorsitzender der Fraktion Bündnis 90/Die Grünen im Stadtrat Wildeshausen sowie seit Dezember 2008 als Vorsitzender „Die Linke“, Kreisverband Vechta mit.

Als Direktkandidat

im Wahlkreis 33 (Vechta/Cloppenburg) steht Markus Schalk auf der Landesliste Niedersachsen seiner Partei Platz zwölf.

Mehr Infos unter www.NWZonline.de/bundestagswahl

Der Vater einer Großfamilie wendet sich dagegen, dass Kinderreichtum in Deutschland of den finanziellen Ruin bedeutet. „Bildungspolitische Flickschusterei“ ist ihm ein Dorn im Auge.

Von Christoph Floren

Kreis Vechta Für Markus Schalk geht es bei der Bundestagswahl am Sonntag, 27. September, „im bislang schwärzesten Wahlkreis der Republik“ nicht um das „kleinere Übel“, sondern um „eine echte Alternative“. Dafür stehe „Die Linke“, so Schalk, und dafür stehe auch er. „Hier stelle ich mich ganz bewusst einer Übermacht“, gibt er sich bei allen Wahlkampfauftritten kämpferisch.

Daher tritt der Direktkandidat im Wahlkreis 33 (Vechta/Cloppenburg) für die Forderung nach 100-Milliarden Euro-Investitionen für Bildung, Klimaschutz, Verkehr, Gesundheit und eine Energiewende sowie einen weitere 100 Milliarden Euro starken Zukunftsfonds für Unternehmen bei der Umstellung auf energie- und rohstoffeffiziente Verfahren und Qualitätsprodukte ein.

Im Kreis Vechta will Schalk diese Mittel etwa für „kostenlose Schülerbeförderung bis zum Abitur“, „schnelles DSL“, „regelmäßigen und kostengünstigen Personennahverkehr“ eingesetzt sehen. Er wendet sich gegen den „Einsatz von unberechenbarer Gentechnik“ und „Hormone oder Antibiotika im Tierfutter“, die „industriemäßige Fleischproduktion sowie die Vergüllung von Boden und Grundwasser“. Neue Arbeitsplätze sollten seiner Auffassung nach bei öffentlichen Dienstleistungen, vor allem in den Bereichen Kinderbetreuung, Bildung, Gesundheit, Sozialwesen, Sport und Kultur“ geschaffen werden.

Schalk gibt sich zuversichtlich: „Den etablierten Parteien wackeln die Knie vor einem Ergebnis von zehn Prozent plus x für Die Linke.“ Er arbeitet daran, dass der Kreis Vechta „nicht länger zu einem Wahlkreis gehört, auf dem der schwarze Mehltau drückend liegt“, „wo jeder schwarze Besenstiel, der aufgestellt wird, auch gewählt wird“, wie er betont, als der „Rote Liederbus“ bei einer Wahlkampfveranstaltung mit Dr. Dieter Dehm, dem Landesvorsitzenden und niedersächsischen Spitzenkandidaten der „Linken“ am „Pferd“ in Vechta Station macht.

Schalk „stellt sich ganz bewusst einer Übermacht“, wie er sagt. Im Einzelnen zeigt sich das etwa in Aktionen zum Mindestlohn und zum Friedenstag in Cloppenburg und Vechta, Diskussionen mit Berufsschülern in Lohne oder in der Teilnahme an Terminen mit „Linken“-Gallionsfiguren wie Oskar Lafontaine oder Gregor Gysi.

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