Cloppenburg - Mehr Geld kann man als Schüler an einem Vormittag wohl nicht verdienen: Die drei Teams des Schulzentrums Saterland haben am Freitag die 9. Solarrallye der Heinrich-Kalkhoff-Stiftung vor dem Cloppenburger Rathaus dominiert und dafür insgesamt 900 Euro eingestrichen. 26 Mannschaften von zwölf Schulen aus dem gesamten Kreis Cloppenburg waren mit ihren selbstgebauten Solarautos und einheitlichen -Modulen angetreten.
Nachdem die drei Flitzer aus dem Saterland durchweg die schnellsten waren, kam es bereits im Viertelfinale zum ersten schulinternen Duell, das Team I gegen III knapp für sich entschied. Anschließend war den Nordkreislern das Losglück holt, so dass sich Mannschaft I und II erst im Finale begegneten. Dieses entschied Letztere in drei knappen Wertungsläufen mit 3:1 für sich und bekam dafür von der Stiftung 500 Euro für die Klassenkasse. Mit immerhin 400 Euro durfte sich der unterlegene Finalist trösten.
Den geradezu triumphalen Auftritt des hohen Nordens im Kreis Cloppenburg machte die Hauptschule Barßel perfekt. Die zweite Vertretung der Hafenstädter setzte sich im kleinen Finale um Platz drei mit 2:0 gegen die Marienschule Cloppenburg II durch, während die erste Mannschaft den Designpreis gewann. Dafür gab es jeweils 300 Euro, so dass auch die Barßeler mit einem prall gefüllten Geldsäckel die Heimreise antraten. Der Designpreis war ausgelost worden, da in diesem Jahr alle Teams auf Schnelligkeit und nicht so sehr auf schöne Formen gesetzt hatten.
Konsequenter Leichtbau gepaart mit akribischer Vorbereitung: Mario Rieger, Techniklehrer am Schulzentrum Saterland, erklärte nach dem Finale das Erfolgsrezept. Die Solarmodule waren lediglich aneinandergeklebt worden und bildeten so das Chassis des Fahrzeugs. „Außerdem haben die Schüler die Platten noch kleiner gemacht, das war eine ganz schöne Tüftelei.“ Zudem waren die Jungs auf freiwilliger Basis noch an vier zusätzlichen Nachmittagen in die Schule gekommen. Unter anderem hatten sie auf dem Schulhof Tischtennisplatten aufgebaut, um darauf das Rennen auf der Holzplatte in Cloppenburg zu simulieren. Die Mühen haben sich ausgezahlt – eine starke Leistung.
