Vechta - Zu einem festen Anlaufpunkt für Ukrainerinnen und deren Kinder ist das Gulfhaus in Vechta ist in den vergangenen Wochen geworden. Die Stadt und das Caritas-Sozialwerk hatten dort ein Willkommenscafé eingerichtet. Die Geflüchteten sollten erste Kontakte knüpfen und Informationen bekommen. Inzwischen ist dieses Angebot zur festen Institution geworden. Das teilte die Stadt nun in einer Presseerklärung mit.
Nachwuchs unterstützt
Jeden Dienstag- und Donnerstagvormittag kommen 30 bis 40 Ukrainerinnen ins Begegnungscafé, wie es inzwischen heißt. Sie können hier auch einen Sprachkursus besuchen. Auch das Jobcenter war schon zu Besuch. Ihre Kinder werden in dieser Zeit betreut.
Anfangs als Spielgruppe eingerichtet, werden die Mädchen und Jungen inzwischen auf die Abläufe im Kindergarten und in der Schule vorbereitet und lernen die deutsche Sprache kennen. Die drei Pädagoginnen Anna Gette, Liubov Buzkorovaina und Liia Buzkorovaina betreuen den Nachwuchs ehrenamtlich. Kinder mit besonderen Bedürfnissen werden weiterhin begleitet, wenn sie schon in den Kindergarten oder die Schule gehen.
Die Stadt Vechta und das Caritas-Sozialwerk möchten weitere Ehrenamtliche für die Flüchtlingshilfe gewinnen. Sie bieten am 4. Juni und 11. Juni (jeweils Samstag) von 8.30 bis 12.30 Uhr in der Kreisvolkshochschule Kurse an, in denen die Teilnehmerinnen und Teilnehmer gezielt für Aufgaben qualifiziert werden, die zu ihnen passen. Die Teilnahme ist kostenlos. Eine Anmeldung ist aufgrund einer begrenzten Anzahl an Plätzen erforderlich. Informationen zu den Angeboten gibt es beim Efi-Projekt der Stadt Vechta: Indira Ejup (04441/886-5012; Mail: indira.ejupi@vechta.de),Yurdagül Erdogdu (04441/886-5013; Mail: yurdaguel.erdogdu@vechta.de).
Mutter-Kind-Gruppen
Ansprechpartnerin für das Betreuungsangebot ist Indira Ejupi vom Integrationsprojekt Efi der Stadt Vechta. Der Netzwerkarbeit zwischen Haupt- und Ehrenamtlichen sei es zu verdanken, dass Angebote wie Betreuungsgruppen, Sprachkurse und das Begegnungscafé zügig geschaffen werden konnten.
Das Café als zentraler Treffpunkt wird von Sozialarbeiterin Alena Pölking (Stadt Vechta) und Johannes Lamping (Caritas-Sozialwerkes) geleitet. Unterstützt wird das Duo von Valentyna Schmiedel und Ruslan Slizchenko, die ehrenamtlich für sie dolmetschen. Die Sprachkurse leiten die Dozentinnen Lea Janssen und Ewgenia Wachtel, ebenfalls ehrenamtlich.
Auf die Sprache wird besonders Wert gelegt. Yurdagül Erdogdu vom Efi-Projekt ist für ein weiteres Angebot verantwortlich. Im den Städtischen Kitas an der Dornierstraße und der Antoniusstraße gibt es Mutter-Kind-Gruppen. Dort wird einmal die Woche Deutsch gelernt, Kontakte geknüpft und über Beratungsstellen und das deutsche Schul- und Gesundheitssystem informiert.
Die Sprachdozentinnen Emine Aktas, Leylya Mehmedova, Olga Chub, Zehra Erdogdu, Aylin Mehmedova und Elvan Aktas unterstützen dieses Vorhaben – ehrenamtlich.
Zeitgleich zu den Gruppen und Kursen arbeitet die Stadtverwaltung weiter daran, die ukrainischen Familien unterzubringen sowie Plätze an Schulen und Kitas für die Kinder zu schaffen. Inzwischen sind 357 Flüchtlinge aus dem Kriegsgebiet in Vechta gemeldet. „Was die ehrenamtlichen Helferinnen und Helfer bei uns in Vechta leisten, ist außergewöhnlich. Es gibt in der Bevölkerung insgesamt eine enorme Bereitschaft zu helfen“, dankte Bürgermeister Kristian Kater.
