Kreis Vechta - „Aus aktuellem Anlass“, so der Kreis Vechta in einer Presseinformation, weist das Kreisgesundheitsamt auf Hantavirus-Infektionen im heimischen Raum hin. „Zur Zeit sind den Behörden drei Fälle im Südkreis gemeldet worden“, heißt es weiter. Hantaviren werden von infizierten Nagetieren über Urin, Speichel und Kot ausgeschieden. Menschen können sich durch das Einatmen von erregerhaltigem Staub infizieren. Die Krankheit verläuft vielfach unbemerkt, in der Regel allerdings mit grippeartigen Symptomen. Im Extremfall können die in Deutschland bekannten Hantavirus-Typen zu Nierenfunktionsstörungen bis zu akutem Nierenversagen führen. Zu den Gebieten mit erhöhtem Infektionsrisiko zählt der Raum Osnabrück, besonders von Mai bis September. Schutz vor Infektionen bietet das Tragen flüssigkeitsdichter Handschuhe und ein festabschließender Mundschutz. Tote Nager oder ihre Ausscheidungen sollten vor der Beseitigung zu Staubvermeidung mit Reinigungsmitteln befeuchtet werden.