Vechta/Cloppenburg - Gute Nachricht für Eltern von Kindern zwischen drei und sechs Jahren: Die Kindertagesstätten im Oldenburger Münsterland, die momentan wegen der Corona-Pandemie nur eine Notbetreuung anbieten, sollen nach dem Willen der 23 Kommunen in Südoldenburg und des Bischöflich Münsterschen Offizialats (BMO) auf eine Schließung in den Sommerferien verzichten. „Wenn der Regelbetrieb am 1. August wieder beginnen sollte, wollen wir nicht gleich darauf wieder zumachen“, sagte Michael gr. Hackmann, BMO-Finanzdirektor, während eines Gesprächs am Donnerstag in Vechta.
Bis zu den Weihnachtsferien soll es keine Schließzeiten mehr geben, dafür hätten sich auch andere Kita-Träger offen gezeigt. Im Einzelfall sollen aber flexible Regelungen dem Bedarf entsprechend möglich sein.
Einheit in der Region ist ein starkes Zeichen
„Diese Einheit in unserer Region ist ein starkes Zeichen“, sagt Heiner Kreßmann, der als Bürgermeister der Gemeinde Essen wie sein Amtskollege Tobias Averbeck aus Bakum Mitglied der „Kleinen Kommission des Arbeitskreises Kindergarten“ ist. Sie besteht aus kommunalen Vertretern der beiden Landkreise und Vertretern des BMO.
„Die Familien haben durch Ausfall von Kita und Schule einschneidende Veränderungen in ihrem Alltag erfahren müssen. Die Vereinbarkeit von Familie und Beruf ist für viele in dieser Zeit zu einer Zerreißprobe geworden. Ab dem neuen Kita-Jahr muss die Kinderbetreuung wieder verlässlich sein“, meint Averbeck. Diese Einschätzung teilten seine Bürgermeisterkollegen in beiden Landkreisen.
Landesregierung veröffentlicht Stufenplan
Von Mitarbeitern der Kindergärten, die bereits informiert worden sind, ist laut Kreßmann viel Verständnis für diese Lösung gezeigt worden. „Die Erzieherinnen wollen so schnell wie möglich ,ihre’ Kinder zurückhaben“, sagt gr. Hackmann.
Da passt es gut, dass die niedersächsische Landesregierung inzwischen einen Stufenplan veröffentlicht hat, demzufolge die Anzahl der Plätze in der Notbetreuung sukzessive steigen soll.
