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Kreuzbund in Vechta Wegen Corona im Wald getroffen

Vechta - Ihren Respekt gegenüber dem Ehrenamt hat die stellvertretende CDU-Bundesvorsitzende Silvia Breher formuliert. „Ohne Ehrenamt würde unsere Gesellschaft überall zerbrechen“, sagte sie im Vechtaer „Haus der Caritas“ auf Einladung des oldenburgischen Kreuzbund-Landesverbandes.

1978 gegründet, gehören der Selbsthilfeorganisation für Suchtkranke und ihre Angehörigen zwischen Nordenham und Neuenkirchen heute 21 Gruppen mit 167 Mitgliedern sowie weiteren 200 Besuchern an, berichtete Vorsitzende Monika Gerhards.

Wenig Verständnis

Nach wie vor gebe es wenig Verständnis für die Abhängigkeit vom Alkohol, beklagte Gerhards. Erkrankte würden als willensschwach gelten oder gar abstoßend dargestellt. Dabei seien Ärzte und Krankenschwestern ebenso betroffen wie Ordensleute oder Arbeiter.

Die regelmäßig tagenden Kreuzbundgruppen könne man besuchen, ohne Mitglied im Verband zu werden – kostenlos und unabhängig von Nation und Religion. Einzige Voraussetzung: „Man muss motiviert sein, abstinent leben zu wollen“, stellte die Vorsitzende klar.

Über einen Zulauf in der Angehörigengruppe berichtete Gruppenleiterin Karin Evers: Suchtkranken würde durch die Therapie geholfen. Der Oldenburger Kreuzbund wolle jedoch bewusst auch ein Angebot für deren Partner und – wenn gewünscht – Kinder machen.

Neben Kreuzbundgruppen gebe es im Landkreis Vechta rund 80 weitere Selbsthilfe-Initiativen, berichtete Bettina Rühlmann von der „Kontaktstelle und Beratungsstelle Selbsthilfe“. Eine Form der Hilfe, die „äußerst günstig ist“, sagte Caritasdirektor Dr. Gerhard Tepe. Nicht verstehen könne er daher Kürzungen bei ohnehin geringen Budgets.

Weiter ansprechbar

In der Corona-Krise seien alle Kreuzbund-Gruppenleiter in Notfällen weiter ansprechbar gewesen, stellte Gerhards klar. Die Gruppe in Garrel beispielsweise habe Sitzungen im Wald durchgeführt oder sich um einen Teich verteilt getroffen. Rückfälle hätten so aufgearbeitet werden können. Für die Nach-Corona-Zeit rechnet Gerhards mit vermehrten Anfragen im Anschluss an Aufenthalte in Suchtkliniken.

Ausdrücklich sagte Breher ihre Unterstützung für die Arbeit und das Anliegen des Kreuzbundes zu und warnte davor, das Thema Sucht zu tabuisieren. Weitere Infos: Monika Gerhards, t   04442/6313 oder unter www.kreuzbund-lv-oldenburg.de.

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