Vechta - Seit Jahrzehnten kürt die Stadt Vechta mit der Auszeichnung die besten Abschlussarbeiten der gerontologischen Studiengänge. Laura Eble, Fiona Buschmann und Lena Holtschulte von der Universität Vechta haben nun den Gerontologie-Preis 2021 erhalten. Die Auszeichnung sei ein Beispiel für die langjährige und enge Verbundenheit zwischen der Stadt und der Universität Vechta, meint Bürgermeister Kristian Kater. Er gratulierte den Preisträgerinnen zu ihrem exzellenten Abschluss und hofft, dass sie der Stadt Vechta auch zukünftig verbunden bleiben.
Sport im hohen Alter
Laura Eble hat in ihrer Bachelorarbeit Motive für das Nachgehen sportlicher Aktivitäten betrachtet, vor allem im höheren Alter. Sie wollte herausfinden, wie sich die Motivationen zu sportlichen Aktivitäten über die Lebensspanne wandeln und welche Gründe dafür angeführt werden können. Als eine Schlussfolgerung der Arbeit führt Eble unter anderem an, dass sportliche Motivation bereits in der Kindheit und im Jugendalter maßgeblich geprägt sei und über die Lebensspanne hinweg relativ stabil bleibe. Zudem hält sie fest, dass Faktoren wie Autonomie, Zugehörigkeit und Kompetenz die Sportmotivation in allen Lebensphasen unterstützen könnten, während negative Altersstereotype besonders schädlich für Sportmotivation im Alter seien.
Auch Fiona Buschmann hat den Gerontologiepreis 2021 erhalten. Zunehmend etabliert sich in Deutschland eine Versorgungsform für sehr umfassende Bedarfe zuhause – die so genannte 24-Stunden-Betreuung – durch im Privathaushalt lebende Migrantinnen und Migranten, heißt es in einer Pressemitteilung der Uni Vechta. In ihrer Bachelorarbeit setzt sich Buschmann auseinander mit den Gründen für diese Entwicklung, den schwierigen Bedingungen sowie Handlungsansätzen.
Auf dem Bauernhof
In ihrer Masterarbeit zu „Seniorinnen und Senioren auf dem Bauernhof“ befasst sich Lena Holtschulte mit dem Konzept von „Green Care Farming“. Hierbei werden Landwirtschaft und sozialen Dienstleistungen verknüpft. In den Betrieben werden Angebote in der Betreuung, Therapie und Pflege für unterschiedliche Zielgruppen verwirklicht – unter anderem auch für Seniorinnen und Senioren. Auf der Basis der Studie gewinne Holtschulte neue Erkenntnisse zu Motiven und Gründen der Etablierung der Angebote, zu den notwendigen Rahmenbedingungen, zentralen Herausforderungen und relevanten Faktoren für den Aufbau und abschließend zu Zukunftsperspektiven und den Handlungsbedarf.
