Kreis Vechta - Für „durchaus realistisch“ hält es Heinrich Voet (Dinklage), Vorsitzender der Kreisjägerschaft Vechta, „dass sich ein Wolf in Südoldenburg aufhält, obwohl diese Tier noch nicht so lange wieder in Niedersachsen heimisch sind “. Er habe allerdings nicht erwartet, so früh mit diesem Thema konfrontiert zu werden. Das Oldenburger Münsterland biete in dem Sinne nicht die von Wölfen als Deckung geschätzten Rückzugsräume. „Bei uns ist die Natur eigentlich zu offen.“
Nach Medienberichten wollen heimische Jäger bereits am Sonntag, 2. März, einen Wolf am Sonntag im Raum Vechta-Holzhausen entdeckt haben. Sie hätten ihn anschließend über Calveslage beziehungsweise Holtrup bis nach Astrup verfolgt.
Laut Voet existieren von dem gesichteten Tier mit einem Handy aufgenommene Bilder. Die müssten noch bestätigt werden. Fotofallen, die etwa in der Lüneburger Heide Beweise für das Auftreten von Wölfen geliefert hätten, gäbe es zwar auch in heimischen Revieren. Sie dienten aber der Wildbeobachtung, und hätten bislang keine Bilder eines Wolfes geliefert. Voet verwies darauf, dass es sich bei dem mutmaßlichen Wolf um einem Einzelgänger, etwa „um ein von seinem Rudel verstoßenes Tier handeln könnte“.
Das Tier sei, nach einer Sichtung, höchstwahrscheinlich bereits weiter gewandert. Sollten ihn heimische Jäger nochmals antreffen, wäre das zweifellos ein Zufall. Eine mögliche Gefahr sieht der Vechtaer Kreisjägerschaftsvorsitzende von dem Wolf nicht ausgehen.
