VISBEK-ENDEL - Mehr Solidarität in Kirche und Gesellschaft für von ihren Lebenspartnern und Ehemännern allein gelassene Frauen und Mütter hat der Vechtaer Offizial und katholische Weihbischof in Oldenburg, Heinrich Timmerevers, angemahnt (die NWZ berichtete). Beim Adventstreffen der Schönstatt-Bewegung für „Frauen nach Trennung“ in Visbek-Endel versprach der Regionalbischof für den niedersächsischen Teil des Bistums Münster, den Auf- und Ausbau der Seelsorge für den wachsenden Bevölkerungsanteil der getrennt lebenden Frauen und ihrer Kinder zu unterstützen.

Die Lebensschicksale der „Frauen nach Trennung“ und ihrer Kinder mit teilweise schwerwiegenden psychosozialen und wirtschaftlichen Konsequenzen würden weithin noch übersehen, weiß Luise Wolking aus Lohne, Sprecherin der Schönstatt-Frauen im Oldenburger Land, aus persönlicher Erfahrung. Seit gut zwei Jahren hilft sie ehrenamtlich betroffenen Frauen. Einmal monatlich treffen sich bereits vernetzte Frauen aus den Landkreisen Cloppenburg und Vechta zum Frauenfrühstück im Haus Marienstein Endel, einer idyllisch gelegen Bildungsstätte der bundesweiten Schönstatt-Bewegung. Auch Ferienfreizeiten für die Frauen und Kinder stärken den Zusammenhalt.

Weihbischof Timmerevers wünscht, dass in den Gemeinden, Pfarreien und kirchlichen Verbänden des Offizialatsbezirks den Gruppen allein gelassener Frauen, Männer und ihrer Kinder vorurteilsfrei Raum zur Gemeinschaft gegeben wird.

Angesichts der hohen Zerbrechlichkeit zwischenmenschlich partnerschaftlicher Beziehungen in heutiger Zeit zeichne sich in der Welt des Glaubens „die Freundschaft mit Jesus Christus“ durch besondere Tragfähigkeit aus, erläuterte der Seelsorger den Teilnehmerinnen der adventlichen Begegnung die religiöse Dimension.