[VORSPANN] - Traditionen, Gemeinsamkeiten und Perspektiven „weiblicher“ Bildung im europäischen Hochschul- und Forschungsraum: Diese Themen standen kürzlich, bei einer internationalen Wissenschaftlerinnen-Tagung in der Hochschule Vechta auf dem Programm. Eingeladen zu der Veranstaltung hatte das Institut für Bildungs- und Sozialwissenschaften. Unter den Teilnehmern waren Akademikerinnen aus Russland, Österreich und der Bundesrepublik. Für die Organisation zeichneten Dr. Christina Schües und Dr. Rita Stein-Redent verantwortlich.

Zu den Diskussionspunkten zählte die Geschichte der Frauenbildung und der unterschiedlichen Bildungssysteme im europäischen Bereich. Besondere Aufmerksamkeit galt dabei den Herkunftsländern der Tagungsgäste. Darüber hinaus ging es um Fragen der Vereinbarkeit von Beruf und Familie im Alltagsleben sowie um nationale Unterschiede in der jeweiligen Bildungs- und Arbeitsmarktpolitik.

In diesem Zusammenhang verwies Vechtas Hochschulpräsidentin Prof. Marianne Assenmacher unter anderem besonders auf eine lange Tradition der Frauen- und Geschlechterforschung in Russland. Ihrer Auffassung nach müssen Erkenntnisse aus diesen beiden Bereichen dringend in den anhaltenden „Bologna-Prozess“ einfließen. Schließlich steige der Frauenanteil unter Studenten weltweit. In den meisten europäischen Ländern, so auch in Deutschland, liegt er laut Statistik aktuell bei mehr als 50 Prozent.