Lohne/Dinklage - Die Volksbank Lohne-Mühlen eG und die VR Bank Dinklage-Steinfeld eG streben eine Verschmelzung an. Das teilten die beiden Häuser am Dienstagabend in einer gemeinsamen Pressemitteilung mit. Die Verschmelzung „auf Augenhöhe“ spiegele auch der künftige Name „Volksbank eG Lohne – Dinklage – Steinfeld – Mühlen“ wider. Die Fusion soll zum 1. Januar 2023 erfolgen. Sitz des neuen Kreditinstituts mit rund 175 Mitarbeitenden und einer Bilanzsumme von über 1,2 Milliarden Euro wird Lohne sein. Auf der Vertreter- bzw. Generalversammlung der Genossenschaftsbanken in 2023 soll über die geplante Fusion abgestimmt werden.
Synergien nutzen
Durch den Zusammenschluss könnten Synergien gehoben, Doppelarbeiten vermieden sowie gesetzliche und prüfungsrelevante Auflagen gemeinsam leichter erfüllt werden, begründen die Banken den Schritt. Das schaffe Handlungsspielräume für weitere Investitionen in digitale Lösungen sowie in den Aufbau von Spezial-Know-how. „Wichtig für unsere Mitglieder und Kunden ist aber gleichzeitig, dass Vertrautes erhalten bleibt. Das gilt besonders für die Bankstellen mit den bekannten Ansprechpartnern. Im Rahmen der Verschmelzung sind Filialschließungen und der Abbau von Arbeitsplätzen nicht vorgesehen“, betont Thomas Niemann, Vorstandsmitglied der VR Bank Dinklage-Steinfeld.
Die Fusionspartner verweisen auf eine positive Entwicklung in den vergangenen Jahren: Mit Wachstumsraten im Einlagen- und
Kreditgeschäft, erneut guten Betriebsergebnissen und einem weiteren Ausbau der Eigenkapitalbasis im vergangenen Jahr. „Die Zahlen bestätigen, dass beide Partner diese Fusion wollen, um gemeinsam die Zukunft aktiv zu gestalten. Nicht betriebswirtschaftlicher Druck, sondern das Ziel, die Marktposition weiter auszubauen, führt uns zusammen“, macht Ralph Schröder, Vorstandsmitglied der VR Bank Dinklage-Steinfeld deutlich. Die Schlagkraft beider Banken werde gebündelt, um dem anhaltenden Wettbewerb auf dem Bankensektor, dem niedrigen Zinsniveau sowie den zunehmenden aufsichtsrechtlichen Anforderungen zu begegnen und gleichzeitig Rückenwind für Handlungsspielräume zu haben.
Davon sollen auch gewerbliche Kunden profitieren, denn bei einer größeren Bank erhöhten sich mit der Eigenkapitalausstattung auch die Kreditobergrenzen.
„Wir sehen unsere Verantwortung als Vorstand einer Genossenschaftsbank in der bestmöglichen Förderung der Mitglieder, Kunden und Mitarbeiter. Dazu gehört es, geschäftspolitische Chancen zu ergreifen, wenn sich diese bieten. Die Verschmelzung findet zu einem Zeitpunkt statt, in dem beide Partner als kerngesunde Banken im Markt aktiv sind“, so Siegbert Tegenkamp, Vorstandsmitglied der Volksbank Lohne-Mühlen.
Personalien
Geleitet wird die neue Volksbank von den heutigen Vorständen Gerd Remmers und Siegbert Tegenkamp (Volksbank Lohne-Mühlen) sowie Thomas Niemann und Ralph Schröder (VR Bank Dinklage-Steinfeld). Das Vorstandsmitglied Benno Fangmann (VR Bank Dinklage-Steinfeld) wird ebenso wie das bereits im Januar ausgeschiedene Vorstandsmitglied Harald Rösler im Laufe des Jahres 2022 altersbedingt aus dem Amt ausscheiden.
