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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Geschichte: 200 Jahre Strafvollzug in Vechta

27.10.2016

Vechta Mit einem großen Empfang im Rathaus der Stadt Vechta wird heute, Donnerstag, die 200-jährige Geschichte des Strafvollzugs in Vechta gewürdigt. Mehr als 200 Gäste haben zugesagt. Zum Jubiläum gibt es außerdem vier Ausstellungen zur Geschichte. Die Justizvollzugsanstalt an der Willohstraße ist dafür donnerstags von 14 bis 16 Uhr zugänglich, die Klosterkirche am Franziskanerplatz donnerstags von 15 bis 17 Uhr, das Museum im Zeughaus an der Zitadelle 15 dienstags bis sonntags von 14 bis 18 Uhr und die JVA für Frauen, An der Propstei 10, donnerstags von 18 bis 19 Uhr. Die Ausstellungen sind bis zum 24. November zu sehen. Im Jahr 2017 ist die Fertigstellung einer Veröffentlichung unter dem Titel „200 Jahre Strafvollzug in Vechta“ zu erwarten.

Genau am 27. Oktober 1816 kamen die ersten weiblichen Gefangenen von Oldenburg nach Vechta. Anfangs fanden sie Aufnahme im Zeughaus der ehemaligen Zitadelle, das viel später als Jugendlager beziehungsweise Jugendanstalt Vechta-Falkenrott dienen sollte. 36 männliche Sträflinge folgten am 28. November 1816. Später wurden die gefangenen Männer und Frauen im ehemaligen Franziskanerkloster, das 1812 aufgelöst und zum Zucht- und Strafarbeitshaus umgebaut worden war, untergebracht.

Vechta wurde zur Stadt der Gefängnisse. Es folgten große Erweiterungsbauten an der Propstei und Neubauten an verschiedenen Standorten der Stadt, darunter die 1904 fertiggestellte heutige Jungtäteranstalt an der Willohstraße. Mit der Verselbstständigung der Frauenanstalt 1991 hatte Vechta für fünf Jahre drei eigenständige Justizvollzugsanstalten: die JVA für Frauen, die Jugendanstalt Vechta-Falkenrott (1996 aufgelöst) und die JVA Vechta.

Mit dem Jungtätervollzug und der Frauenanstalt verfügt Vechta heute über Vollzugseinrichtungen mit landesweiter Zuständigkeit, die weit über die Landesgrenzen hinaus anerkannt und in ihrem Tun richtungsweisend sind. Der Vollzug gehört zu den großen Arbeitgebern vor Ort. Es sind insgesamt rund 400 Bedienstete in Vechta beschäftigt. Auch bildet der Vollzug einen bedeutenden Wirtschaftsfaktor für die Region. Die Vechtaer Anstalten bieten Praxis- und Forschungsfelder nicht nur für die ortsansässige Universität. In Vechta gehören Vollzugsanstalten, Bedienstete und Gefangene zum Stadtbild. Bürgerprotest gab es selten, die Stadt ist eher stolz auf „ihre“ Vollzugseinrichtungen, so die Anstaltsleitung der JVA Vechta.

Peter Linkert Redaktionsleitung Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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