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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Angebot hilft Wirtschaft vor Ort

26.02.2013

Vechta Was für Lars Wilkens einen Kraftakt auf Zeit bedeutet, ist für die Firma Hellmann Poultry, die erst seit 2012 ausbildet, eine Premiere. Der 23-jährige Vechtaer absolviert ein duales Studium, Fachrichtung Maschinenbau, an der Privaten Fachhochschule für Wirtschaft und Technik (FHWT) Vechta/Diepholz. Gut 40 Kommilitonen zählt sein Jahrgang.

Parallel dazu läuft Wilkens Ausbildung zum „technischen Produktdesigner“ bei dem Stalleinrichter für Legehennenhalter. Das bedeutet: Nach zweieinhalb Jahren steht die Industrie- und Handelskammer- (IHK)-Prüfung auf dem Plan. Nach dreieinhalb Jahren sowie der zweiten bestandenen Prüfung hat er einen Abschluss als Bachelor Maschinenbau. Dies Doppelqualifikation macht den jungen Mann für Arbeitgeber interessant.

Wilkens profitiert von dem Vechtaer Fachkräftestipendium (die NWZ  berichtete). Damit unterstützt die Kreis- und Universitätsstadt, so Bürgermeister Helmut Gels (CDU), örtliche Firmen und gleichzeitig die Fachhochschule. Das Engagement der Kommune deckt den ersten FHWT-Jahresmitgliedsbeitrag in Höhe von 2100 Euro sowie die Studiengebühren für ein Jahr, was mehrere tausend Euro ausmacht. Für die verbleibenden zweieinhalb Jahre kommt dafür das Unternehmen auf, in diesem Fall Hellmann Poultry, das dem Stipendiaten Wilkens auch ein reguläres Ausbildungssalär, je nach Lehrjahr 570 bis 800 Euro monatlich, zahlt.

Für Firmenchef Marcellus Hellmann hat das Angebot des Fachkräftestipendiums den Ausschlag gegeben, ein Mitglied seiner Mannschaft in das duale Studium zu schicken. Er setzt in der etwa 100-köpfigen Belegschaft auf „Mitarbeiter, die man kennt, die sich in der Praxis bewährt haben und die wir aus der Praxis kennen. Da setzten wir alles daran, sie zu behalten“. Vor diesem Hintergrund und nicht zuletzt, um dem Fachkräftemangel zu begegnen steht auch das Ausbildungsengagement des Unternehmens: „Der Wettbewerb um gute Leute wird härter.“

Beide Voraussetzungen erfüllt Wilkens nach seinem Abschluss. Dann bleibt er übrigens mindestens zwei Jahre bei dem international aktiven Stalleinrichter. Dazu hat er sich vertraglich verpflichtet.


Mehr Informationen auch unter   www.vechta.de