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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Auf den Spuren der Großeltern in Vechta

13.08.2014

Vechta Besuch von der jungen Israelin Shay Marom (Gerson) hat Christa Plagemann kürzlich erhalten. Die Vechtaerin engagiert sich seit vielen Jahren in der Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit (GCJZ). In dieser Funktion hat sie auch 2009 das Setzen von Stolpersteinen durch den Künstler Gunter Demnig als Mahnmal für von den Nationalsozialisten ermordete Mitglieder der Familie Gerson vor deren früherem Haus an der Füchteler Straße (die NWZ  berichtete) begleitet.

Marom (Gerson) ist eine Enkelin von Manfred Gerson. Dessen Familie konnte sich 1939 durch ihre Flucht nach Palästina vor dem Nazi-Terror retten. Nach Deutschland kam sie durch einen Jugendaustausch. Bei dem von ihren Goslarer Gasteltern organisierten Vechta-Aufenthalt war es der Wunsch der jungen Frau, das Haus ihrer Großeltern und den von einem Privatmann betreuten Jüdischen Friedhof zu besuchen. Dort ist einer ihrer Vorfahren bestattet. Dabei begleitete sie Plagemann. Anschließend trafen sich beide zum Gedankenaustausch.

Wie erinnert die GCJU an die ehemaligen Vechtaer Mitbürger? Bestehen die 2009 geknüpften Kontakte auch 2014 weiter?

„Für die an vier Standorten im Stadtgebiet gesetzten Stolpersteine gibt es jährlich wechselnde Partnerschaften. Sieben Schulen beteiligen sich“, erklärt Plagemann. Zudem berichtet sie von vielen Brief- oder E-Mail-Kontakten mit Alisa Ben David, einer geborenen Gerson, und deren Mann Menasche. So erhält die Familie etwa regelmäßig Presseausschnitte aus Vechta.

Zudem organisiert die Gesellschaft für Christlich-Jüdische Zusammenarbeit das jährliche Gedenken zur Reichspogromnacht. Zu der Veranstaltung, zu der auch ein Stopp am Synagogenstein an der Juttastraße gehört, laden die Verantwortlichen am Montag, 10. November, ein.

Schließlich gibt es seit 1952 jedes Jahr im März die Woche der Brüderlichkeit. „Daran beteiligen sich die Vechtaer Grundschulen und alle Schulen der Stadt Lohne,“ weiß Plagemann.

Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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