Vechta - Es hat lange gedauert, aber jetzt ist er da: Der Baby-Notarztwagen, der auf den Namen „Felix“ getauft wurde, hat seine erste Einsatzfahrt hinter sich und wurde am Mittwochabend im Autohaus Anders in Vechta den Großspendern vorgestellt. Das Spezialfahrzeug hat 450 000 Euro gekostet, 260 000 kamen durch Spenden rein, den Rest übernahm die Björn-Steiger-Stiftung.
Bei der Präsentation dankte Pierre-Enric Steiger, Präsident der Stiftung, den Spendern und dem St. Marienhospital, deren Kinderklinik den Notarztwagen rund 60-mal im Jahr zu Einsätzen benötigt. Die Stiftung engagiere sich seit 1969 bundesweit für die Verbesserung der Notfallhilfe und habe bereits 1974 den ersten Baby-Notarztwagen in Betrieb genommen. Dieses neue Fahrzeug sei die fünfte Generation von Baby-Notarztwagen. Zusammen mit den Partnern der Automobilindustrie und dem Hersteller von Medizingeräten seien fünf Millionen Euro in die Entwicklung investiert worden.
Vechtas Bürgermeister Helmut Gels und Ulrich Pelster, Geschäftsführer des St. Marienhospitals, zeigten sich erfreut darüber, dass durch viele Aktionen eine so hohe Spendensumme erreicht worden sei. Dr. Joseph Erkel, Geschäftsführender Chefarzt der Vechtaer Klinik für Kinder-und Jugendmedizin, verwies auf die lebensrettenden Einsätze, die mit dem hochmodern eingerichteten Wagen möglich seien. Mit dem Fahrzeug sei ein sicherer und erschütterungsfreier Transport von Frühchen und Neugeborenen möglich. Neuartig an dieser mobilen Intensivstation sei das Gesamtsystem aus fortschrittlicher Medizin- und Fahrzeugtechnik.
Am Donnerstag, 8. August, wird der neue Baby-Notarztwagen von 14 bis 18 Uhr auf dem Europaplatz in Vechta vorgestellt.
