Vechta - Über die Lage am Krankenhausstandort Vechta haben sich die SPD-Bundestagsabgeordnete Gabriele Groneberg (Cloppenburg), ihre Landtagskollegin Renate Geuter (Friesoythe) sowie die sozialdemokratischen Vechtaer Stadträte Hubert Wolking und Kristian Kater informiert. Ihre Gesprächspartner waren Angehörige der Geschäftsführung und der Mitarbeitervertretung (MAV) am St. Marienhospital.

Die Katholischen Kliniken Oldenburger Münsterland (KKOM) stecken seit Monaten in einer tiefen Finanzkrise. Zeitweise stand der Verlust von 150 Arbeitsplätzen im Raum. Das führte zu heftigen Protesten aus der Bevölkerung. Inzwischen gibt es ein Sanierungskonzept. Es zielt auf einen Ausstieg des St.-Anna-Stifts (Löningen) sowie Eigenverantwortlichkeit der Standorte Vechta, Cloppenburg und Emstek ab.

Für die KKOM-Geschäftsführung erläuterte Michael gr. Hackmann den Stand der Beschlüsse zum Sanierungskonzept. Dabei wies er auf notwendige Veränderungen in der Rechtsstruktur, heißt es in einer KKOM- Pressemitteilung. „Das Einstimmigkeitsprinzip hat in der Vergangenheit die Willensbildung und Synergien erschwer.“ Zudem sollten die Standorte ihre wirtschaftliche Eigenständigkeit zurückerhalten. Der MAV-Vorsitzende Gregor von Lehmden erklärte: „Zur Krise der Krankenhäuser tragen auch Versäumnisse in der Politik bei. Her muss deutlich etwas geschehen.“

Groneberg sagte zu, den Sanierungsverlauf des Verbundes mit Vertretern der Landes- und der Kommunalpolitik positiv zu begleiten. Sie wies auf Kommunikationsdefizite hin: „Die Gesamtsituation der Krankenhäuser ist der Politik bekannt. Wir wünschen uns jedoch eine bessere Abstimmung, und frühere Ansprache seitens der Unternehmen.“ Eine weitere Schwächung der Versorgung im ländlichen Bereich sei nicht hinnehmbar. Abschließend vereinbarten die Teilnehmer der Runde, den Dialog so bald wie möglich fortzusetzen.