Spreda - Seinen Auktionatorenhammer lässt Johannes Harms am Sonntag, 6. Juli, im Saal der Gaststätte Borgerding in Langförden-Spreda kreisen. Ab 11 Uhr leitet der Twistringer die erste Bienenköniginnen-Versteigerung (Eintritt frei) in Weser-Ems. Dazu präsentieren einige Aussteller Bienenweidepflanzen und Imkerbedarf.
Das Angebot, das ab 9 Uhr begutachtet werden kann, umfasst mindestens 160 Bienen der Linien „Carnica“ und „Buckfast“. Alle kommen aus der Region. Der Grund: Zur optimalen Entwicklung benötigen Bienen gleichbleibende klimatische Verhältnisse.
Die Mindestgebote beginnen bei etwa 55 Euro plus Versandkäfig pro Tier. Sie richten sich beispielsweise nach der Abgabe- und Gebindegröße. Nach oben ist die Skala offen. Zum Lot gehört auch eine gekörte Bienenkönigin. Der endgültige Katalog mit Zuchtwerteinschätzungen der Auktioniken ist ab Freitag, 4. Juli, im Internet einsehbar.
Premiere in Weser-Ems
Initiatoren der Veranstaltung, die der Vechtaer Imkerverein organisatorisch unterstützt, sind Werner Clausing, Vorsitzender der 3000 Mitglieder zählenden Weser-Ems-Imkerschaft, und Alfred Hermes. Die Idee, die Auktion in den heimischen Raum, der seit Jahrzehnten einen züchterischen Schwerpunkt darstellt, zu holen, haben sie vom Michelstädter Bauenmarkt im Odenwald mitgebracht. In Michelstadt werden traditionell am Schlusstag Bienenköniginnen versteigert.
Clausing und Hermes hoffen auf gute Resonanz unter den Hobbyimkern der Region, aber auch aus dem ganzen Nordwesten und aus den Nachbarländern. „Unsere niederländischen Kollegen sind stark an Zuchtmaterial aus Deutschland interessiert“, weiß der Vorsitzende.
Passender Termin
Das Veranstaltungsdatum wurde bewusst gewählt. „Es ist gut für Imker. Vor dem sommerlichen Schleudern, zu einer Zeit, wenn genug Bienenmasse vorhanden ist, um die Königinnen zu versorgen“, so Hermes und Clausing.
