Vechta - Der Standort hat seit 2008 gewechselt, zwischen Visbek und Vechta. Der Anlass ist stets das Todes- beziehungsweise Geburtsjahr eines deutschen Dichters. Hinter dem Projekt stehen die Universität und die Stadt Vechta sowie die Gemeinde Visbek. Die Rede ist von einem nach Angaben der Verantwortlichen bundesweit einmaligen Rezitationswettbewerb. Federführend initiiert hat das Projekt der Germanist Prof. Eberhard Ockel (Universität Vechta). Das Gedenken im gesprochenen Wort galt bisher etwa Größen wie Heinrich Heine, Bertolt Brecht oder Friedrich Schiller.
Die NWZ fragte einmal nach, wer in diesem Jahr im Fokus der Veranstaltung steht. Aus Anlass seines 200. Geburtsjahres geht es am Sonnabend, 23. November, im Vechtaer Rathaus-Foyer um Georg Büchner (1813 – 1837). Dessen drei Bühnenstücke Dantons Tod, Woyzeck sowie Leonce und Lena haben die Entwicklung des deutschen Dramas maßgeblich beeinflusst.
Wer kann teilnehmen? Bis zu 20 Bewerber, Altersgrenze 35 Jahre, rezitieren ab 15 Uhr vor einer Fachjury in jeweils maximal zehn Minuten Büchner-Texte im freien Vortrag. Die Auswahl schließt alle literarischen Genres ein, die Büchner mit seinen Werken abdeckt. Ab 19.30 Uhr folgt eine öffentliche Abendveranstaltung mit von den Juroren ausgewählten Beiträgen. Dann werden auch die Träger der mit 1000 Euro, 500 Euro und 300 Euro dotierten Preise bekannt gegeben. Zugleich wählen die Besucher einen Saalkandidaten aus, der einen Publikumspreis (200 Euro) erhält. Auch das ist Tradition bei diesem Wettbewerb.
