Vechta - Gute Nachrichten für Menschen, die zu Hause durch eine der 16 katholischen Sozialstationen (aktuell 700 Mitarbeiter) im Oldenburger Land gepflegt werden: Die Pflegekräfte werden künftig mehr Zeit für die ihnen Anvertrauten haben.
Der Grund: Gemeinsam mit den Beauftragten für Qualitätsmanagement in den Sozialstationen hat Horst Geers vom in Vechta ansässigen Landes-Caritasverband (LCV) für Oldenburg seit November 2012 die neue Pflegedokumentation mit dem Titel „E@sy-Doku“ entwickelt. Die Pflegekräfte betreuen derzeit 5000 Personen und führen pro Jahr mit weiteren 5000 Frauen und Männern Beratungsgespräche.
Krankenkassen im Boot
In Absprache mit dem Medizinischen Dienst der Krankenkassen konnte auf fast 50 Prozent der bisher rund 60 Formblätter verzichtet werden, schätzt Peter Schulze, Vorsitzender der Arbeitsgemeinschaft (AG) katholischer Sozialstationen im Oldenburger Land, so eine LCV-Presseinformation. Hintergrund des Projekts ist, dass der Gesetzgeber erst in den vergangenen Jahren den Gestaltungsspielraum für ein solches Vorhaben geöffnet hat.
„Eine Überbürokratisierung kostet nicht nur den Arbeitgeber Geld, sondern ist letzten Endes Diebstahl an der Zeit für Patienten“, so Schulze weiter. Für ihn steht fest, dass „E@sy-Doku“ unter Erfüllung aller rechtlichen Vorgaben einen lange geforderten Schritt zur Entbürokratisierung von Pflege darstellt.
Erleichterung im Alltag
In der Praxis wird die neue Dokumentation mit Spannung erwartet. „Ich freue mich sehr auf ,E@sy-Doku’. Das ist eine Arbeitserleichterung. Langes Berichteschreiben fällt weg. Vieles wird dadurch vereinfacht, dass man Sachverhalte nur noch anzukreuzen braucht“, so Kathrin Patzner vom ambulanten Pflegezentrum Wildeshausen.
Übrigens: Weitere Fragen beantwortet Geers unter
