Vechta - 2000 Betreuer gibt es im Landkreis Vechta – 65 Prozent davon arbeiten ehrenamtlich. Betreuer kümmern sich um eine erwachsene Person, die nicht mehr in der Lage ist, Aufgaben und Interessen für sich selbst wahrzunehmen. Der Betreuer nimmt stellvertretend für die Person deren Rechten und Pflichten wahr.
Trotz der großen Zahl von 2000 Helfern werde es immer schwieriger, Menschen für dieses Ehrenamt zu gewinnen. „Viele scheuen sich, Betreuer zu werden aus Angst vor der Verantwortung“, sagte Berthold Möller-Hagemeier vom Verein für sozialpädagogische und lerntherapeutische Hilfen (Vsl). Aus der Erfahrung heraus könne man aber sagen, dass dem Großteil der Betreuer die Arbeit viel Freude bereite.
Um die Arbeit der Betreuer vorzustellen, hat die Betreuungsstelle des Landkreises in Kooperation mit dem Sozialdienst katholischer Frauen (SkF), dem Sozialdienst katholischer Männer (SkM) und dem Vsl eine Veranstaltungsreihe initiiert, zu der an diesem Freitag, 5. Mai, die Auftaktveranstaltung geplant ist.
Diese wird das Thema „Rechtliche Betreuung und Demenzerkrankung“ haben. Treffpunkt ist um 14.30 Uhr das Kreishaus in Vechta. Insgesamt soll es vier Termine geben.
Grund für diese Veranstaltungsreihe ist, dass „die Arbeit von ehrenamtlichen Betreuern kaum in der Öffentlichkeit wahrgenommen“ wird, sagt André Grabbe von der Betreuungsstelle des Landkreises Vechta. „Dieses Fortbildungsangebot ist auch eine Würdigung der ehrenamtlichen Betreuer und der Arbeit, die sie leisten.“ Gleichzeitig ist es aber auch für alle Interessierten ein Angebot, sich ein Bild über diese ehrenamtliche Tätigkeit zu verschaffen. Die Teilnahme an der Veranstaltung ist kostenlos. Weitere Fortbildungsangebote finden im August, September und November statt.
