Navigation überspringen
nordwest-zeitung
Abo-Angebote ePaper Newsletter App Prospekte Jobs Immo Trauer Shop

Kirche Entscheidung fällt in Münster oder Rom

Christoph Floren

Münster/Vechta/Dresden - Der Vechtaer Offizial und Weihbischof Heinrich Timmer­evers, der als Bischof nach Dresden wechselt (die NWZ  berichtete), bittet Diözesanbischof Dr. Felix Genn (Münster) zum 30. Juni um Entpflichtung von dem Amt, das er 15 Jahre inne hatte. Die öffentliche Verabschiedung des Oberhirten der Oldenburger Katholiken erfolgt auf Wunsch des 63-Jährigen im Beisein Genns am 19. Juni mit einer Eucharistiefeier und einem offenen Empfang in seiner Heimatpfarrei St. Peter und Paul Garrel. Am 27. August wird Timmerevers mit einem Pontifikalamt in der Hofkirche St. Trinitatis der sächsischen Landeshauptstadt als Diözesanbischof von Dresden-Meißen eingeführt.

Viele offene Fragen

Unterdessen fragen sich nicht nur die Katholiken in der Region, wie es im Spätsommer personell im Bischöfliche Münsterschen Offizialat (BMO) Vechta weiter geht. Rein formell kann Bischof Genn einen Nachfolger nur als Offizial ohne die Einschaltung weiterer kirchlicher Stellen ernennen. Zu klären ist jedoch, ob der in Frage Kommende aus dem oldenburgischen oder dem westfälischen Teil des Bistums Münster kommt. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Neue „weiß, wie die Menschen im Oldenburger Land ticken“, wie es Prälat Peter Kossen (BMO) einmal formuliert hat.

Soll der zukünftige Chef an der Vechtaer Bahnhofstraße wie schon Timmerevers und sein Vorgänger Dr. Max Georg Freiherr von Twickel wieder gleichzeitig ein Weihbischof sein, muss sein Name nach dem Kirchenrecht auf einer von Genn bei der Bischofskongregation in Rom einzureichenden Vorschlagsliste stehen. Die Ernennung erfolgt dann schriftlich durch ein apostolisches Dekret. Der römischen Berufungskommission gehört der Bischof von Münster an. Zuvor hatte diese Position der in Kirchenkreisen als einflussreich geltende Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, inne.

Bedürfnisse erfahren

Derweil bereitet sich Timmerevers auf die Zukunft vor. Bei einem Antrittsbesuch an der Elbe erklärte er: „In Dresden-Meißen muss ist erst mal hören, hören, hören, um zu verstehen, was die Menschen an Erwartung haben, an Kirche und an mich.“

Themen
Artikelempfehlungen der Redaktion
Die Mitglieder vom BSV Kickers Emden stimmen am Donnerstagabend für die Ausgliederung der ersten Herren in eine GmbH.

BALLSPORT IN OSTFRIESLAND Mitglieder geben Grünes Licht für die Kickers-Emden-GmbH

Lars Möller
Emden
Stellten die Ausweitung des Konzeptes „Wilhelmshaven sicher“ auf den Busverkehr der Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft vor: (v.li.) Frank Rademacher (Geschäftsführer Stadtwerke-Verkehrsgesellschaft Wilhelmshaven), Polizeidirektor Heiko von Deetzen, Projektleiter und Polizeihauptkomissar Tim Bachem und Oberbürgermeister Carsten Feist.

POLIZEIPRÄSENZ IM BUSVERKEHR Hausrecht der Polizei stärkt ab sofort Sicherheit in Bussen

Lutz Rector
Wilhelmshaven
Kommentar
Klimaaktivisten der Gruppe „Fridays for Future“ in Saarbrücken werfen Bundeskanzler Scholz vor, bei seinem Besuch in der vom Hochwasser betroffenen Region und in seiner Ansprache „die Klimakrise fahrlässig ausgeblendet“ zu haben.

UMWELTPOLITIK Durch mehr Klimaschutz gibt’s nichts zu verlieren

Jana Wolf Büro Berlin
Eine junge Lehrerin schreibt Mathematikaufgaben an eine Schultafel. Niedersachsen will 390 Schulen im Land nach Sozialindex stärker fördern.

NEUES PROGRAMM FÜR 390 SCHULEN Wie Niedersachsen mehr Bildungsgerechtigkeit herstellen will

Stefan Idel Büro Hannover
Hannover
Lara und Philipp Schumacher wollen gemeinsam mit ihren drei Kindern ein neues Leben auf Mallorca beginnen. Dafür bereiten sie seit Jahren alles vor – und der letzte, mehrmonatige Aufenthalt vor der Auswanderung begann mit einem herben Rückschlag.

BETROGEN UND ENTTÄUSCHT Emder Familie kämpft nach Betrug auf Mallorca um ihren Traum

Aike Sebastian Ruhr
Emden