Münster/Vechta/Dresden - Der Vechtaer Offizial und Weihbischof Heinrich Timmerevers, der als Bischof nach Dresden wechselt (die NWZ berichtete), bittet Diözesanbischof Dr. Felix Genn (Münster) zum 30. Juni um Entpflichtung von dem Amt, das er 15 Jahre inne hatte. Die öffentliche Verabschiedung des Oberhirten der Oldenburger Katholiken erfolgt auf Wunsch des 63-Jährigen im Beisein Genns am 19. Juni mit einer Eucharistiefeier und einem offenen Empfang in seiner Heimatpfarrei St. Peter und Paul Garrel. Am 27. August wird Timmerevers mit einem Pontifikalamt in der Hofkirche St. Trinitatis der sächsischen Landeshauptstadt als Diözesanbischof von Dresden-Meißen eingeführt.
Viele offene Fragen
Unterdessen fragen sich nicht nur die Katholiken in der Region, wie es im Spätsommer personell im Bischöfliche Münsterschen Offizialat (BMO) Vechta weiter geht. Rein formell kann Bischof Genn einen Nachfolger nur als Offizial ohne die Einschaltung weiterer kirchlicher Stellen ernennen. Zu klären ist jedoch, ob der in Frage Kommende aus dem oldenburgischen oder dem westfälischen Teil des Bistums Münster kommt. Wichtig ist in jedem Fall, dass der Neue „weiß, wie die Menschen im Oldenburger Land ticken“, wie es Prälat Peter Kossen (BMO) einmal formuliert hat.
Soll der zukünftige Chef an der Vechtaer Bahnhofstraße wie schon Timmerevers und sein Vorgänger Dr. Max Georg Freiherr von Twickel wieder gleichzeitig ein Weihbischof sein, muss sein Name nach dem Kirchenrecht auf einer von Genn bei der Bischofskongregation in Rom einzureichenden Vorschlagsliste stehen. Die Ernennung erfolgt dann schriftlich durch ein apostolisches Dekret. Der römischen Berufungskommission gehört der Bischof von Münster an. Zuvor hatte diese Position der in Kirchenkreisen als einflussreich geltende Erzbischof von Köln, Joachim Kardinal Meisner, inne.
Bedürfnisse erfahren
Derweil bereitet sich Timmerevers auf die Zukunft vor. Bei einem Antrittsbesuch an der Elbe erklärte er: „In Dresden-Meißen muss ist erst mal hören, hören, hören, um zu verstehen, was die Menschen an Erwartung haben, an Kirche und an mich.“
