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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Flüchtlinge schneller in Arbeit vermitteln

05.04.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-04-05T10:17:36Z

„gemeinsam Chancen Nutzen“:
Flüchtlinge schneller in Arbeit vermitteln

Vechta Flüchtlinge im Landkreis schneller in Beschäftigung zu bringen und Wege zur beruflichen Entwicklung aufzuzeigen – das ist das Thema der Veranstaltung „Gemeinsam Chancen nutzen“ gewesen, die am Dienstagnachmittag im Kreishaus Vechta von Landrat Herbert Winkel eröffnet wurde. Vertreter von rund 70 Unternehmen waren vor Ort, um sich über Beratungsangebote und finanzielle Unterstützungen zu informieren. Darüber hinaus boten Firmen, die bereits Flüchtlinge als Auszubildende oder Arbeitskräfte eingestellt haben, Einblick in die Praxis und berichteten über ihre Erfahrungen. Unter ihnen auch Ulla Kampers von Nordluft Lohne.

Im Oktober 2015 nahm sie mit Blick auf den Fachkräftemangel und die fehlenden Bewerber für Ausbildungsplätze im Bereich Mechanik im Betrieb einen syrischen und einen pakistanischen Jugendlichen als Praktikanten auf. Die Belegschaft, so berichtete sie vor der Veranstaltung bei einem eigens anberaumten Pressegespräch, sei skeptisch gewesen, doch die Firma habe versucht, alle Mitarbeiter mitzunehmen – mit Erfolg. Nach zwei Wochen waren beide Flüchtlinge gut integriert, holten notwendige Schulabschlüsse nach, nehmen aktuell noch an einer Qualifizierung teil und sollen dann mit der Ausbildung beginnen. Ob beide den Weg schaffen, das wisse sie nicht, doch sie hätten zumindest eine Chance.

Damals, so wusste Ulla Kampers weiter zu berichten, waren die Hürden für die berufliche Integration von Flüchtlingen sehr hoch, heute liefen viele Unterstützungsangebote und Betreuungen Hand in Hand. Das bestätigten auch Tina Heliosch, Vorsitzende der Geschäftsführung der Agentur für Arbeit Vechta, Markus Nacke von der Geschäftsführung der Kreishandwerkerschaft Vechta sowie Dirk Gehrmann, Leiter des Amtes für Wirtschaftsförderung und Kreisentwicklung. Gemeinsam wollten sie mit Vertretern weiterer Verbände und Firmen am Dienstag den Unternehmern Mut machen, Flüchtlingen eine Chance zu geben. Alle räumten ein, dass es mit Aufwand verbunden ist, den Schritt zu gehen, doch, so betonte Markus Nacke, sei ein Aufhalten des Fachkräftemangels auch nicht zum Nulltarif zu bekommen.

Die Veranstaltung ging übrigens auf den im Herbst 2015 vom Landkreises Vechta eingerichteten „Koordinierungsstab Flüchtlinge“ zurück. Seitdem treffen sich als Kooperationspartner Vertreter der Arbeitagentur Vechta, des Jobcenters, der Handwerkskammer Oldenburg, der Landwirtschaftskammer Niedersachsen, der Oldenburgischen Industrie- und Handelskammer, der Kreishandwerkerschaft und des Kreislandvolkverbands regelmäßig.

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