Vechta - Ende dieses Jahres werden in der Kreisstadt Vechta 192 Flüchtlinge untergebracht sein. Die Stadt hat elf Häuser und Wohnungen angemietet, sucht aber täglich neuen Wohnraum. Erst am Freitag trafen zehn syrische Flüchtlinge in Vechta ein. Zu den dezentralen Wohnungen hat die Stadt jetzt für den Bau eines zentralen Flüchtlingsheims an der Oldenburger Straße einen Vertrag mit dem Caritas-Sozialwerk abgeschlossen, das von dem Vechtaer Unternehmen Fritz Kathe sieben Häuser in Holzrahmenbauweise errichten lässt.
Bürgermeister Helmut Gels, Erster Stadtrat Josef Kleiner, Reinhard Möller vom Caritas-Sozialwerk und Fritz Kathe stellten das Projekt am Freitag der Öffentlichkeit vor. Auf dem 6400 Quadratmeter großen Grundstück sollen sieben Häuser mit jeweils fünf Wohnungen für zehn Personen gebaut werden. Das auf dem Grundstück bestehende Gebäude soll als Haupthaus und Anlaufstelle und auch für Wohnungen zur Verfügung stehen. Innerhalb der nächsten fünf bis sechs Monate sollen die Gebäude erstellt werden.
Die Caritas betreibt schon jetzt mehrere Flüchtlingsunterkünfte und hat reichlich Erfahrung. Deshalb beauftragte die Stadt die Caritas auch mit dem Betreiben der Wohnungen und mit der Betreuung der Flüchtlinge. Das als Campus angelegte Gelände soll viel Freifläche mit Spielgeräten und anderen Freizeiteinrichtungen enthalten. Die Zufahrt wird von der Oldenburger Straße sein. Die Stadt wird dort eine Ampelanlage installieren.
Das Projekt ist auf zehn Jahre angelegt, die Bauten können danach umgesetzt oder anderweitig verwendet werden, wie der Zimmerei-Unternehmer Fritz Kathe erläuterte. Die Kosten belaufen sich auf zehn Jahre gerechnet auf 4,6 Millionen Euro, die der Landkreis trägt, der einen Teil der Mittel vom Land bekommt.
Die Stadt trägt die Kosten einer Sozialarbeiterstelle. „Es geht uns aber nicht so sehr um die Kosten, es geht um eine gute Unterbringung und Betreuung der Flüchtlinge aus den Kriegsgebieten“, so Bürgermeister Gels.
