Vechta - Im gerade zu Ende gegangenen Sommersemester wurde an der Universität Vechta zum zweiten Mal das Projektseminar „Über den Tellerrand – Partizipative Forschung mit Menschen aus der Region“ angeboten. 15 Studenten haben sich in drei Gruppen mit Fragestellungen von Praxispartnern aus der Region befasst: Der Pflegestützpunkt des Landkreises Cloppenburg ließ erforschen, inwieweit sich die Pflegeeinrichtungen der 13 Gemeinden an der DIN Norm zum Betreuten Wohnen orientieren. Der Heimatverein Cloppenburg wollte wissen, wie sein Angebot für Jugendliche und junge Erwachsene interessanter gestaltet werden könnte und was sie mit dem Begriff Heimat und dem Heimatverein verbindet. Zuletzt hatte das Kreislandvolk Vechta Interesse daran, worauf Einwohner Vechtas beim Einkaufen von Fleisch und Milchprodukten achten und inwieweit Tierwohllabels bekannt sind.

Um mehr über partizipative Forschungsprojekte und die Funktionsweise von Wissenschaftsläden zu erfahren, fand während des Semesters eine Exkursion zum Science Shop der Uni Groningen statt. Dort tauschten sich Vechtaer und Groninger Studenten aus.

„Mit dem Seminar wollen wir verdeutlichen, wie Wissenschaft helfen kann, regionale gesellschaftliche Herausforderungen zu bewältigen“, so Projektleiter Prof. Dr. Marco Rieckmann aus dem Arbeitsbereich Hochschuldidaktik der Universität Vechta.

Karin Bokop (Referat Forschungsentwicklung und Wissenstransfer), die das Seminar mit Marco Rieckmann leitet, sagt, das Projekt befasse sich mit Methoden, um auf Fragen von Bürgern eingehen zu können und deren Themen in die universitäre Forschung einzubeziehen.

„Über den Tellerrand“ wird ab Oktober 2017 erneut angeboten. Anregungen und Fragen dazu sammelt Bokop im Science Shop Vechta/Cloppenburg unter t   04471 948 154 oder per E-Mail an science.shop@uni-vechta. de. Weitere Infos: