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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Handwerk: Furioses Plädoyer für Europa

16.01.2017
NWZonline.de NWZonline 2017-01-16T16:22:41Z 280 158

Handwerk:
Furioses Plädoyer für Europa

Vechta Das Handwerk im Landkreis Vechta ist wirtschaftlich mit dem Jahr 2016 hoch zufrieden. Das war eine Kernaussage auf dem Neujahrsempfang der Kreishandwerkerschaft Vechta am Sonnabend im Tischlereibetrieb von Jürgen Diekmann in Vechta-Calveslage. Die beiden Festredner Jens Gieseke und Professor Dr. Alexander Markowetz befassten sich mit Europa und der Digitalisierung und ihre Auswirkungen auf die Gesellschaft.

Unter der Moderation von Uwe Haring, Geschäftsführer des Ecoparks in Drantum, gab Gastgeber Jürgen Diekmann einen Überblick über seinen modernen Tischlereibetrieb mit 32 Mitarbeitern. Kreishandwerksmeister Ludger Wessel berichtete über die Digitalisierung im Handwerk, beklagte den Mangel an Nachwuchskräften und Facharbeitern und plädierte für die Beibehaltung der Meisterprüfungen im Handwerk.

Der CDU-Europaabgeordnete Jens Gieseke hielt ein leidenschaftliches Plädoyer für Europa, äußerte sich kritisch über den Brexit, den Austritt Englands. Er forderte dazu auf, die europäische Idee zu verteidigen. An die rund 250 Handwerker gerichtet lobte er das duale Ausbildungssystem, das für die übrigen EU-Staaten nachahmenswert und beispielhaft sei.

Äußerst humorvoll erklärte Professor Markowetz von der Universität Bonn das Verhalten der Smartphone-Nutzer. Er kam nach einer Studie zu dem erschreckenden Ergebnis: Zweieinhalb Stunden täglich befassten sich die Bürger und Bürgerinnen im Schnitt mit dem Smartphone, 55-mal am Tag nehmen sie es zur Hand. Ständig werde man abgelenkt, unkonzentriert und gestört. Welche dramatischen Folgen die digitale Permanenz für die Gesundheit, das Leben und die Gesellschaft habe und was man dagegen tun könne – diesen Fragen ging der Festredner nach konnte dazu auch auf sein Buch „Digitaler Burnout“ verweisen.