Vechta/Wangerooge - Die zum Teil emotional geführte Debatte um mögliche Perspektiven für das Gäste- und Tagungszentrum Haus Meeresstern auf der Insel Wangerooge (die NWZ  berichtete) ist zumindest in der Öffentlichkeit zum Erliegen gekommen. Allerdings hat der in Vechta ansässige St.-Willehad-Verein, der die Betriebsträgerschaft für die Einrichtung hat, Mitte Juli beim Bischöflich Münsterschen Offizialat (BMO) Vechta erneut einen Antrag für einen Zuschuss in Höhe von 3,5 bis 4,5 Millionen Euro für eine Meeresstern-Sanierung gestellt. Der wurde abgelehnt wie ein bereits im Frühjahr gestellter Übernahmeantrag. Wie geht es nun weiter?

„Das zunächst für den 31. Dezember 2015 vorgesehene Ende im Meeresstern ist nun um ein Jahr auf den 31. Dezember 2016 verschoben.“ Das erklärte St.-Willehad-Geschäftsführer Otto Rauert auf Anfrage der NWZ. Als Grund gab er 12 000 bereits für die Saison 2016 vorliegende Buchungen an. Diese Gäste habe der Verein „nicht vor den Kopf stoßen wollen“. Ende 2016 drohe das endgültige Aus. So lange garantiere der Verein die Einhaltung sämtlicher Miet-und Versorgungsverträge.

„Wir schaffen eine schwarze Null, können aber keine Rücklagen im Umfang der nötigen Sanierung bilden“, so Rauert weiter. Er bedauerte die erneute Absage des Offizialats in Vechta: „Wir brauchen keinen Jahreszuschuss, sondern nur eine Einmalzahlung.“

Nach Informationen der NWZ  hatte der Wangerooger Bauunternehmer Carsten Hippenstiel eine abgespeckte Version der Sanierung, dazu gehörte die Beschränkung eines behindertengerechten Umbaus auf das Haupthaus, angeboten. Allerdings haben sich die Schwestern Unserer Lieben Frau als Eigentümer dem Vernehmen nach bisher nicht zu einem Verkauf entschlossen.

Für das BMO hat sich „die Sachlage nicht verändert“. Die kirchliche Oberbehörde sieht eine Investition im Fall Haus Meeresstern als nicht vertretbar an.