Vechta - Die nächsten Generationen werden diejenigen sein, die von den heute getroffenen Neuausrichtungen der Gesundheitsversorgung profitieren können. Vor diesem Hintergrund lag der Blickpunkt des Prokto-Chirurgischen Forums auf der Zukunft der Gesundheitsversorgung. Privat-Dozent Dr. med. Dietrich Doll, Chefarzt der Klinik für Prokto-Chirurgie am St. Marienhospital Vechta, und Landrat Herbert Winkel hatten hierzu ins Vechtaer Kreishaus eingeladen.

Nach der Begrüßung durch Doll und einer Einführung von Winkel über den Landkreis Vechta folgten weitere Vorträge von erfahrenen internationalen Experten aus Athen, Dresden und Speyer. Die Referenten, unter anderem der griechische Professor Apostolos E. Papalois von der Harvard Medical School, USA, informierten über die potenzielle Entwicklung im Gesundheitssystem. Besonderen Bezug nahmen sie hierbei auf die Kostenentwicklung im demografischen Wandel, die Medizinerausbildung und den Rückkehrwillen auf das Land.

Johannes Ostendorf stellte zudem Ergebnisse aus seiner Dissertation vor, die er am Vechtaer Institut für Forschungsförderung am St. Marienhospital Vechta erstellte: Demnach wünschen sich junge Mediziner insbesondere ein gutes soziales Umfeld, ein „Willkommensein“ und einen positiven Einklang zwischen Arbeits- und Privatleben.

Darüber hinaus wurden Forschungsstipendien an die Studentinnen der Universität Münster Friederike Bosche (Lohne) und Imke Brengelmann (Dinklage) verliehen. Die Stipendien dienen der Forschung zur Entstehung von so genannten Steißbeinfisteln – eine häufige Erkrankung junger Männer und Frauen.