Vechta - Für den erst seit dem 1. Dezember 2013 amtierenden Geschäftsführer Tony Engelmann war es die erste Gesellschafterversammlung als Chef der GeWobau Vechta. Er konnte den Gesellschaftern in seinem Bericht über das Geschäftsjahr 2013 positive Nachrichten übermitteln: Die Leerstandsquote war unverändert gering, und die Eigenkapitalquote ist erneut gestiegen – um 2,1 Prozentpunkte auf 42,9 Prozent.

Der Jahresüberschuss fiel aufgrund bilanzieller Anpassungen mit 352 400 € Euro jedoch geringer aus als in den Vorjahren. Für die 742 eigenen Verwaltungseinheiten (729 Wohnungen, vier Gewerbeeinheiten, ein Wohnheim und ein Verwaltungsgebäude) wendete die GeWobau 2013 rund 521 500 €Euro an Instandhaltungskosten auf.

Im Anschluss an den Rückblick auf das Geschäftsjahr 2013 gab Engelmann den Gesellschaftern einen Ausblick auf das aktuelle und die kommenden Geschäftsjahre. So soll unter anderem das niedrige Zinsniveau genutzt werden, um vermehrt in den Bestand zu investieren und energetische Objektmodernisierungsmaßnahmen sowie Einzelmodernisierungen in Angriff zu nehmen.

Im Mai diesen Jahres wurde in Dinklage eine umfangreiche Modernisierungsmaßnahme im Gesamtvolumen von 450 000 Euro abgeschlossen werden. Derzeit stehen zwei weitere energetische Modernisierungsmaßnahmen in Goldenstedt und Lohne im Gesamtvolumen von rund 170 000 Euro € kurz vor dem Abschluss.

Des Weiteren wird versucht, mehr Kunden im Rahmen der Fremdverwaltung zu gewinnen. Die Anzahl an fremdverwalteten Einheiten konnte in 2014 bereits um 25 Prozent gesteigert werden.

Am Ende seines Berichts wies Engelmann darauf hin, dass öffentlich geförderter Wohnungsbau im Kreis Vechta nahezu nicht möglich sei. Das niedersächsische Wohnungsbauförderprogramm 2014 sieht für die Kommunen der Mietenstufen 1 und 2, in denen die Gemeinden und Städte des Landkreises Vechta eingestuft sind, lediglich Förderungen für Spezialwohnformen vor. Zudem werden durch die bundespolitisch bedingte, ständige Verschärfung der Energieeinsparverordnung (EnEV) die Baukosten zunehmend höher.

Im weiteren Anschluss der Gesellschafterversammlung standen die Neuwahlen der Aufsichtsratsmitglieder auf der Tagesordnung. Hier ergaben sich folgende Veränderungen: Für den turnusmäßig ausgeschiedenen Holdorfer Bürgermeister Dr. Wolfgang Krug wurde Dammes Bürgermeister Gerd Muhle gewählt. Torsten Brandt wurde als Vertreter der Bremer Landesbank in seinem Amt bestätigt. Für die verstorbenen Aufsichtsratsmitglieder Alfons Wieschmann (Neuenkirchen-Vörden) und Albert Focke (Landkreis Vechta) wurden Frank Bittner (designierter Bürgermeister Dinklage) und Herbert Winkel (designierter Landrat) in den Aufsichtsrat berufen. Winkel wurde zum Vorsitzender gewählt.