Vechta - Mit knapp 20 Prozent liegt der Anteil der Alleinerziehenden im Kreis Vechta über dem Niedersachsen-Durchschnitt. Für diesen Personenkreis hat das Jobcenter Vechta das Projekt Jobhebamme initiiert. Dabei kümmert sich Arbeitsvermittlerin Bettina Wohlrab mit Hilfe von Katharina Drees, der Beauftragten für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt beim Jobcenter, um Alleinerziehende, deren jüngstes Kind mindestens ein Jahr alt ist.
Sie besucht diese überwiegend weiblichen Kunden, um sie direkt am Küchentisch zu beraten und bei der beruflichen Integration zu begleiten. Bisher betreut die Jobhebamme zwölf Frauen. Maximal 25 Personen sollen es werden. „Die ersten Beratungen verliefen positiv und stimmen uns optimistisch“, lautet Wohlrabs Zwischenbilanz. Gerne berät sie auch Arbeitgeber, wie etwa Teilzeitarbeitsplätze gestaltet werden können.
Mit dem Projekt Jobhebamme hat sich das Jobcenter Vechta unter landesweit 23 Bewerbern durchgesetzt. „Neben Vechta wurden Wolfsburg und Osterholz ausgewählt. Die drei Einrichtungen erhalten je 40 000 Euro für 18 Monate. Der Zuschlag bekräftigt uns in unseren Bestrebungen, neue Wege für die Zielgruppe Alleinerziehende zu suchen“, bewertet Heinrich Hoppe, Geschäftsführer des Jobcenters Vechta, die Startphase.
