• Jobs
  • Immo
  • Auto
  • Kleinanzeigen
  • Deals
  • Trauer
  • Hochzeit
  • Guide
  • Shop
  • Tickets
  • Veranstaltungskalender
  • Fußball
  • Werben
  • Kontakt
  • Über uns
 
+++ Eilmeldung +++
Aktualisiert vor 2 Minuten.

Parteitag der Grünen
Baerbock mit 98,55 Prozent als Kanzlerkandidatin bestätigt

NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Forschungsverbund: Kommunikation als Herausforderung

24.11.2011

VECHTA Massentierhaltung, Seuchenrisiko, Antibiotikaeinsatz: Das sind Schlagworte, an denen sich die Kritik an der Landwirtschaft gerade in Veredelungsregionen im Nordwesten entzündet. „Wir müssen die Kritiker zu Kunden machen“, meinten am Mittwoch Professoren aus Osnabrück, Vechta und Hannover, die seit 2006 in neun Forschergruppen nach einem neuen Leitbild zur nachhaltigen Erzeugung tierischer Nahrungsmittel suchen. Vechtas Landrat Albert Focke (CDU) sagte, das Ernährungsgewerbe habe „Wohlstand in die Region“ gebracht, aber auch die Landwirte hätten „inzwischen erkannt, dass es so nicht weiter gehen kann“.

Akzeptanz schaffen

Professor Hans-Wilhelm Windhorst (Universität Vechta) sah Umwelt- und Imageprobleme auch als Folge des innovativen Handelns der Landwirte. Das Strategiekonzept müsse ökonomische, ökologische und soziale Aspekte der Nachhaltigkeit berücksichtigen. Das reiche von qualitativ hochwertiger regional organisierter Produktion über die Entwicklung neuer Produktionsformen und Haltungssysteme bis zur signifikanten Senkung der Tierverluste, einer Verbesserung der Lebensmittelsicherheit und besseren Exportbedingungen für tierische Nahrungsmittel. Am Ende müsse es der Bürger akzeptieren. „Betriebsgrößen stehen nicht zwangsläufig im Zusammenhang mit Umweltverträglichkeit und Tiergerechtigkeit.“

Ähnlich äußerte sich Professor Thomas Blaha (Außenstelle für Epidemiologie der Tierärztlichen Hochschule Hannover, Bakum). Die hohen Risiken der Seuchenausbreitung seien in Regionen mit hoher Tierdichte beherrschbar. „Viren fliegen nicht“, und der „wilde Tierverkehr“ habe abgenommen. Es gebe, auch weil eine Verdachtsabklärung nicht mehr zur Betriebssperre führe, „weniger Neigung zum Vertuschen“. Wirtschaftsdünger sei ein Verteilungsproblem, so Professorin Gabriele Broll (Universität Osnabrück). Überschüsse an Gülle im Westen stießen in Niedersachsen auf Defizite im Osten. „Also eine Managementaufgabe“, die zu lösen sei, weil der Preisanstieg bei Stickstoff noch stärker sei als beim Diesel.

Tierzahlen steigen

Nur Verständnisprobleme? Weitgehend. Professor Achim Spiller (Universität Göttingen) verlangte eine Vertrauenskommunikation mit Vorleistungen. Qualitätssegmente müssten erweitert werden. Erforderlich sei eine Transparenz über Produktionsprozesse. Geringere Tierzahlen wird es nicht geben. Dr. Aline Veauthier (Universität Vechta) sieht bei den Mastschweinen (5 Millionen), Jungmasthühnern (bis 43 Millionen) und Puten (bis 5,6 Millionen) höhere Zielmarken.

Meine Themen: Verpassen Sie keine für Sie wichtige Meldung mehr!

So erstellen Sie sich Ihre persönliche Nachrichtenseite:

  1. Registrieren Sie sich auf NWZonline bzw. melden Sie sich an, wenn Sie schon einen Zugang haben.
  2. Unter jedem Artikel finden Sie ausgewählte Themen, denen Sie folgen können.
  3. Per Klick aktivieren Sie ein Thema, die Auswahl färbt sich blau. Sie können es jederzeit auch wieder per Klick deaktivieren.
  4. Nun finden Sie auf Ihrer persönlichen Übersichtsseite alle passenden Artikel zu Ihrer Auswahl.

Ihre Meinung über 

Hinweis: Unsere Kommentarfunktion nutzt das Plug-In „DISQUS“ vom Betreiber DISQUS Inc., 717 Market St., San Francisco, CA 94103, USA, die für die Verarbeitung der Kommentare verantwortlich sind. Wir greifen nur bei Nutzerbeschwerden über Verstöße der Netiquette in den Dialog ein, können aber keine personenbezogenen Informationen des Nutzers einsehen oder verarbeiten.