Vechta/Steinfeld - Der Rat der Gemeinde Steinfeld steht vor der Frage, wie künftig die immer noch zuziehenden Flüchtlingen untergebracht werden können. Die CDU- Mehrheitsfraktion mit ihrem Vorsitzenden Peter Harpenau und Bürgermeisterin Manuela Honkomp informierten sich deshalb im Vechtaer Rathaus und anschließend auch in dem Flüchtlingsheim an der Oldenburger Straße.
Bürgermeister Helmut Gels konnte berichten, dass auch die Stadt Vechta Probleme mit der Unterbringung hat, aber in ihren Bemühungen um Wohnraum durchweg auf viel Verständnis in der Bevölkerung stoße. Amtsleiter Wilfried Völker stellte den Besuchern aus Steinfeld das Konzept des Flüchtlingsheimes, wo alle 75 Plätze belegt sind, vor.
Vor Ort informierten Heimleiter Tim Künstler und Franziska und Fritz Kathe als Bauherren über die im Holzrahmenbau geschaffenen Wohnhäuser in Bungalowform. Künstler konnte über das friedliche Zusammenleben der Flüchtlinge berichten. In der kommenden Woche beginne man mit der Sprachförderung, an der sich auch die Vechtaer Frauen Union maßgeblich beteiligt.
Derzeit leben 2223 Personen im Landkreis Vechta, die als Asylbewerber eingereist sind. 656 wurden bereits anerkannt. Diese Zahlen, die der CDU-Kreisvorsitzende Dr. Stephan Siemer vom Landkreis Vechta bekam, sind ein Beitrag zur Flüchtlingssituation, mit der sich die CDU-Gremien derzeit laufend befassen.
In 1205 Fällen ist das Asylverfahren negativ ausgegangen, 1037 von ihnen wurden abgelehnt – die Diskrepanz zwischen den Zahlen hat verschiedene Gründe. In einigen Fällen ist das Asylverfahren von den Bewerbern selbst eingestellt worden oder es hat sich die politische Lage im Herkunftsland geändert. In 326 Fällen ist das Verfahren noch anhängig. Im Jahr 2015 sind bisher 42 Abschiebungen eingeleitet worden. Davon wurden sechs durchgeführt.
Vom 1. Oktober 2015 bis Ende Januar 2016 werden dem Landkreis Vechta 880 weitere Flüchtlinge zugewiesen. Dazu erwartet der Landkreis noch 48 Personen aus dem jetzt noch laufenden Zuweisungszeitraum bis Ende September.
