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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Landvolk fordert klare Vorgaben

27.11.2014

Vechta Gut 150 Gäste konnte Kreislandwirt Norbert Meyer am Mittwoch, 26. November, im Vechtaer Saal Jansen zur Delegiertenversammlung des Vechtaer Landvolks (KLV) begrüßen. Zum „Ausklang eines ereignisreichen Jahres“ kündigte er an, das KLV als Vertretung von mehr als 90 Prozent der heimischen Landwirte werde an aktuellen Themen, wie der Düngemittelverordnung „mit eigenen Argumenten dranbleiben“.

Kritik am Fachminister

Die Debatte zur Veredelungswirtschaft sah Meyer „auf dem Weg zur Versachlichung“. Er dankte dem Agrar- und Ernährungsforum (AEF) Oldenburger Münsterland für seinen Einsatz in Sachen Tierschutzplan Niedersachsen. Eine Umsetzung erwartet er 2015. Meyer warf Landwirtschaftsminister Christian Meyer (B’90/Die Grünen) vor, er treffe „keine klare Aussage“ zum Landesraumordnungsprogramm (LROP). Aus europäischer Sicht setze er auf den neuen EU-Agrarkommissar Phil Hogan. Beim Thema Antibiotikaeinsatz mahnte Meyer an, „sechs Wochen vor dem Start der Meldepflicht“ existierten „weder genaue Vorgaben, noch Ablaufpläne.

Unter den Ehrengästen gab sich der CDU-Landtagsabgeordnete Clemens Große Macke (Essen) kämpferisch. Er erklärte, bei dem Entwurf von Minister Meyer zur Änderung des LROP gehe es „um die kalte Enteignung, auch von Landwirten“. Er brach eine Lanze für den Erhalt bestehender Mittelzentren, und forderte, den diskutierten den LROP-Entwurf zurückzuziehen, Änderungen reichten nicht aus. Alle Bürger, so Große Macke, sollten ihre Bedenken äußern. Das sei ein Beispielgelebter Demokratie.

Das traditionelle Gastreferat hielt Hans-Heinrich Berghorn, Sprecher des westfälisch-lippischen Landwirtschaftsverbandes. Sein Thema lautete „Neue Wege in der Agrarkommunikation – Plädoyer für einen mutigen Aufbruch“. Berghorn fragte, warum in unserer Gesellschaft „zum Generalangriff gegen die Landwirte“ geblasen werde. Der Umstand, dass die moderne, arbeitsteilige Landwirtschaft ein Imageproblem habe, liege im gesellschaftlichen Wandel, so der Redner.

Aktuell rief der Kreislandvolkvorsitzende dazu auf, „alle erdenklichen Schutzmaßnahmen zu beachten“, damit „die Vogelgrippe bei uns kein Thema wird“. Er erinnerte, dass Hühner im Fall einer behördlichen Aufstallungsverordnung bis zu zwölf Wochen ohne Auslauf gehalten werden dürften, ohne dass der Vermerk „Freilandeier“ entfalle müsse. Wie der AEF-Vorsitzende und frühere Landes-Landwirtschaftsminister Uwe Bartels (Vechta), verwies Meyer auf die jüngst erfolgte Risikobewertung des Friedrich-Löffler-Instituts, Zugvögel betreffen. Im Fall des Kreises Vechta gelte das in diesen Tagen für Kraniche und Gänse.

Pro Aufstallungsgebot

Auf Nachfrage erklärte Bartels, der vom Kreis Vechta gewählte Zeitpunkt für eine Aufstallungsverordnung sei „völlig korrekt“. Davor habe die Gefahrenbewertung durch Tierseuchenexperten gestanden. Das gelte gerade für ein Gebiet wie den Kreis Vechta, der mit mehr als 13 Millionen Stück Geflügel ganz oben in Deutschland stehe.


NWZ TV    zeigt einen Beitrag unter   www.nwz.tv/vechta 
Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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