Vechta - Nach zweijähriger Pilotphase, zahlreichen Erkenntnissen und guter Resonanz aus der Bevölkerung konnte ein erneuter öffentlicher Dienstleistungsauftrag über weitere vier Jahre erteilt werden: Nachdem zunächst die Stadt- und Gemeinderäte sowie der Kreistag einer Weiterführung von moobil+ zustimmten, konnten jetzt die Verträge mit den Verkehrsunternehmen der Verkehrsgemeinschaft Vechta geschlossen werden.

Landrat Herbert Winkel lobte die konstruktive Zusammenarbeit mit der Verkehrsgemeinschaft, die zu einem zukunftsträchtigen Verkehrssystem mit landesweitem Vorbildcharakter geführt habe. „Mit moobil+ haben wir ein flexibles Nahverkehrssystem, das sich an den Wünschen der Fahrgäste orientiert“, so Winkel. Er wies allerdings auch darauf hin, dass die Unterzeichnung der Verträge neue Herausforderungen und Pflichten mit sich bringe. Es gelte nun Optimierungen und Weitentwicklungen des vorhandenen Systems voran zu treiben und Herausforderungen wie beispielsweise die Einbindung des Semestertickets der Universität Vechta zu meistern oder attraktive Angebote für Arbeitgeber und Arbeitnehmer über mehr verkaufte Jobtickets zu schaffen.

Seitens der Verkehrsgemeinschaft Vechta setzt man ebenfalls langfristig auf moobil+: „Auch wir möchten uns für die gute Zusammenarbeit mit dem Landkreis Vechta bedanken und wollen die Chance wahrnehmen, dieses zukunftsweisende Projekt weiterhin mit zu entwickeln“, so Thomas Bojes, Sprecher der Verkehrsgemeinschaft Vechta.

Bislang verzeichnet moobil+ stetiges Wachstum von drei bis acht Prozent pro Monat. Im September 2015 konnte beispielsweise mit knapp 10 000 Fahrten der Bestwert seit Start von moobil+ verbucht werden. Es wird erwartet, dass gerade im ländlichen Raum Verkehrssysteme wie moobil+ auch in Zukunft eine wichtige Rolle einnehmen. Sowohl die Landesregierung als auch das Zukunftsforum Niedersachsen hoben moobil+ als „Best Practice“ hervor.

Bis Mitte 2016 wird der Nahverkehrsplan des Landkreises Vechta vollkommen überarbeitet. Daran werden alle Fahrgastverbände, Verkehrsunternehmen, Städte, Gemeinden und angrenzenden Landkreise beteiligt.