Vechta - Überarbeitet, neu herausgegeben und am Montag, 21. September, in Vechta vorgestellt hat das seit drei Jahren bestehende Netzwerk für Menschenwürde in der Arbeitswelt (MIDA), seinen Forderungskatalog (die NWZ berichtete). Inzwischen gehören dem regionsweit agierenden Zusammenschluss 16 Organisationen von den Kreisverbänden Vechta und Cloppenburg im Deutschen Gewerkschaftsbund (DGB) bis zum Familienbund der Katholiken (FDK), Landesverband Oldenburg, an. Ein Arbeitsschwerpunkt liegt auf Beratung ausländischer Leih- und Werkvertragsarbeiter.
Breites Spektrum
Die MIDA-Forderungen gliedern sich in vier Bereiche. Die betreffen Themen, wie „Mindestlohn“, bei dem Aufweichungen der gesetzlichen Vorgaben abgelehnt werden sowie die „Werkvertrags- und Leiharbeit“, mit einer Begrenzung von Werkverträgen im Kerngeschäft von Unternehmen und der Mitbestimmung der Betriebsräte bei Werkverträgen. Hinzu kommen stärkere Kontrollen mit einer Vernetzung der kontrollierenden Behörden und das Eintreten für eine kostenlose Rechtsberatung für Leih- und Werkvertragsarbeiter.
Seinen Forderungen Nachdruck verleihen will das Netzwerk, so seine Sprecherin Audra Brinkhus-Saltys (DGB), ab sofort bis Ende November etwa „durch Plakat- und Aufkleberaktionen im gesamten heimischen Raum“. Die Initiativen sollen unter dem Slogan „Zurück zur Stammbelegschaft“ laufen“.
Politiker einbinden
Hinzu kommt eine Postkartenkampagne, bei der die Teilnehmer die MIDA-Forderungen dem Arbeitsministerium übermitteln sowie entsprechende Briefe an heimische Politiker. Schließlich sind Hintergrundgespräche mit regionalen Bundestagsabgeordneten aller Parteien geplant. Erste Termine, etwa mit Gabriele Groneberg (SPD) und Franz-Josef Holzenkamp (CDU), stehen laut Brinkhus-Saltys für Ende Oktober im Terminkalender.
