Vechta/Oldenburg - Das Ziel ist ein grundsätzliches Umdenken auf der Arbeitgeberseite in einem greifbaren Zeitraum. Das gilt besonders für die in den Kreisen Cloppenburg und Vechta starke Fleisch- und Nahrungsmittelbranche.
Gegen Missbrauch
Die II. Fachtagung zur Situation mobiler Beschäftigter in Niedersachsen in Oldenburg hat das Netzwerk für Menschenwürde in der Arbeitswelt (MIDA) genutzt, um Niedersachsens Wirtschaftsminister Olaf Lies (SPD) den neu erstellten MIDA-Forderungskatalog „Gegen den Missbrauch von Leiharbeit und Werkverträgen“ zu überreichen. In dem in Vechta öffentlich vorgestellten Papier (die NWZ berichtete) fordert der aktuell aus 16 Mitgliedern, darunter Gewerkschaften und das Kolpingwerk Land Oldenburg, bestehende Zusammenschluss unter anderem, dass die Stammbelegschaft eines Unternehmens mindestens 90 Prozent betragen müsse.
Gespräch mit Minister
Für MIDA führten Alfons Wübbeler (ver.di) Audra Brinkhus-Saltys (Deutscher Gewerkschaftsbund) und Andreas Bröring vom in Vechta ansässigen Kolpingwerk Land Oldenburg das Gespräch mit Lies. Mit Blick auf das MIDA-Positionspapier verwies Lies etwa darauf, dass sich etwa die Zahlen der über Werkverträge Beschäftigten ändern müsse. Derzeit seien es 70 bis 80 Prozent.
