Vechta - 32 Studenten aus neun Ländern, die an der heute zu Ende gehenden vierten Kulturwissenschaftlichen Sommerschule der Universität Vechta teilnehmen, haben im Exkursionsprogramm den landwirtschaftlichen Betrieb Pöhlking in Steinfeld besucht. Auf dem seit 1760 bewirtschafteten Hof lernten Besucher verschiedene Arbeitsbereiche kennen – etwa den Einsatz von Feldspritzen, die Tierpflege in der Schweine- und Hühnermast sowie den Bauern-Gemüsegarten.
Besonders beeindruckt zeigten sich die Sommerschüler vom Kürbis- und Ziergurkenanbau des Betriebs. Petra Kühnappel-Pöhlking hatte diese Sparte als Hobby begonnen. Mittlerweile hat sich daraus ein fester Geschäftszweig des Betriebs entwickelt. Weiter lernten sie hausgebackenes Kürbisbrot kennen und hörten Anekdoten aus der etliche Generationen umfassenden Familiengeschichte.
Als Attraktion erwies sich ein Abstecher in das benachbarte Mühlenmuseum. Dort werden historische Maschinen und Geräte der Landwirtschaft ausgestellt. Die internationalen Gäste nutzten auch gerne die Gelegenheit, um mit einem Uralt-Traktor einige Runden zu drehen.
Die jährliche Sommerschule verbindet einen Intensivkursus Deutsch als Fremdsprache in kleinen Lerngruppen mit Einführungen in kulturwissenschaftliches Denken und Forschen am Beispiel von Gesellschaft, Geschichte, Kultur und Alltag in Deutschland. Die Teilnehmer lernen die Besonderheiten deutscher Universitäts- und Wissenschaftskultur kennen. Das soll sie zu Studienaufenthalten in Deutschland ermutigen.
