Vechta/Oldenburg - Patrick Hinners aus Vechta hat es geschafft. Der ehemalige Auszubildende der Hermes Systeme GmbH aus Wildeshausen hat am Sonnabend in der Kongresshalle in Oldenburg den ersten Preis im Bundesleistungswettbewerb der Elektrotechnik im Fachgebiet Elektroniker für Automatisierungstechnik entgegen genommen.

Am Freitag und Sonnabend waren in Oldenburg die besten Auszubildenden des Elektrohandwerks aus ganz Deutschland zusammengekommen, um den Bundesleistungswettbewerb (BLW) der elektrohandwerklichen Jugend auszutragen. Austragungsort ist traditionell das Bundestechnologiezentrum für Elektro- und Informationstechnik (BfE).

Zuvor hatte Patrick Hinners bereits den 1. Platz der Handwerkskammer Oldenburg sowie den ersten Platz im Land Niedersachsen errungen. Patrick absolvierte seine Ausbildung nach dem Abitur bei Hermes Systeme GmbH in Wildeshausen in einer Rekordzeit von zwei Jahren. Hierbei konnte er dank seines Abiturs am Gymnasium Antonianum in Vechta das erste Ausbildungsjahr überspringen und zog dank hervorragender Schulnoten seine Gesellenprüfung um ein halbes Jahr vor.

„Dass ich den 1. Platz belege, damit habe ich nicht gerechnet“, erzählte Patrick Hinners der NWZ . „Ich bin da offen herangegangen, ganz nach dem Motto: dabei sein ist alles.“ Im Wettbewerb mussten die Landessieger für eine Toranlage mit Ampel einen Schaltschrank verdrahten und programmieren.

Bei der Preisverleihung waren alle großen Firmen und Vorstandsmitglieder des Zentralverbandes für das Elektrohandwerk vertreten. Im Rahmen eines Galaabends wurden die Sieger ausgezeichnet.

Als Kammersieger weilt er seit Sonntag mit neun anderen Berufsbesten im französischen La Rochelle. „Diese Reise findet im Rahmen eines Austauschprogramms mit anderen Handwerkskammern statt“, berichtete Hinners. Bis kommenden Sonnabend sind die jungen Leute in Frankreich. Als Bundessieger wurde der 20-Jährige ebenfalls belohnt. „Ich habe 1000 Euro für Weiterbildungen erhalten sowie ein paar Sachpreise.“

Inzwischen hat Hinners ein Studium der Elektrotechnik an der Fachhochschule Osnabrück begonnen. „Vielleicht kommt er ja mal zurück zu uns“, meinte am Montag die Verwaltungsleiterin von Hermes Systeme, Christiane Kreft. „Aber Patrick wird nach seiner Ausbildung als Bundessieger und mit einem Studium ein begehrter Mann sein.“

Hinners schaut gerne auf seine Zeit bei Hermes zurück. „Die Ausbildung hat mir Spaß gemacht.“ Sein berufliches Ziel sieht er in der Entwicklung oder Programmierung von Hardware.