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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Kämpfer Gegen Unfaire Werkverträge: Prälat Kossen wechselt von Vechta nach Lengerich

06.10.2016

Vechta Paukenschlag in der katholischen Kirche: Prälat Peter Kossen, kommissarischer Leiter des Bischöflich Münsterschen Offizialats in Vechta – und damit mächtigster katholischer Kirchenmann in der Region – gibt seinen Job auf.

Zum 1. Adventssonntag wird Kossen aus dem Dienst in Vechta ausscheiden. Der 48-Jährige wird zukünftig leitender Pfarrer in Lengerich. Das bedeutet Diaspora statt Glanz und Gloria. Gerade einmal 8000 Gläubige zählen zu Kossens neuer Pfarrei.

Prälat Peter Kossen

Der gebürtige Rechterfelder wurde 1996 zum Priester geweiht. Seine Kaplanszeit verbrachte er in Nordwalde und Münster. Ab 2004 war er Pfarrer in Emmerich am Rhein. 2011 wechselte er als Ständiger Vertreter des Offizials für den niedersächsischen Teil des Bistums Münster – den Offizialatsbezirk Oldenburg – nach Vechta. Parallel wurde er Subsidiar in St. Gertrud in Lohne. Seit 2000 ist er Mitglied des Priesterrats.

Laut offizieller Mitteilung der Kirche erfolge die Versetzung Kossens freiwillig. Nach fünf Jahren in der Leitung des Offizialatsbezirks (rund 265 000 Katholiken) sei es Kossens „eigener Wunsch“ gewesen, wieder in einer Pfarrei zu arbeiten. Dort könne er nämlich vor allem eines sein: Seelsorger. Am 21. Januar soll der Prälat (lat. für Vorsteher) in sein neues Amt eingeführt werden.

Doch warum gibt Kossen das einflussreiche Kirchenamt auf? Und wie freiwillig war der Abschied aus Vechta wirklich? Nach NWZ -Recherchen hat es zwischen Kossen und dem bisherigen Weihbischof Heinrich Timmerevers erhebliche Spannungen gegeben.

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Timmerevers soll sich an der Art und Weise, wie Kossen etwa das Thema Werkvertragsarbeit kritisiert, gestoßen haben. Offenbar spielte dabei auch die Frage eine Rolle, ob der zweite Mann hinter dem Bischof so weit in die Öffentlichkeit treten sollte. Offenbar war das Zerwürfnis der beiden Kirchenlenker so groß, dass Kossen den Münsteraner Bischof Dr. Felix Genn vor einem Jahr um Versetzung gebeten hatte. Jetzt, nach Timmerevers Weggang, hat Genn die Karte offenbar gespielt. Zu erwarten ist also eine neue Doppelspitze im Offizialatsbezirk.

AufNWZ -Nachfrage bestätigte Kossen, dass er und Timmerevers in einigen „Fragestellungen nicht übereingestimmt“ hätten. Beide hatten es damals für „klüger“ erachtet, künftig nicht weiter zusammenzuarbeiten.

Tobias Schwerdtfeger Leitung / Regionalredaktion
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