Vechta - Das Agrar-und Ernährungsforum (aef) startet eine neue Image-Offensive in Sachen Landwirtschaft: In vier Veranstaltungen, zu denen insbesondere die Medien eingaladen werden, soll offensiv mit Problemen umgegangene werden, vor allem aber sollen Lösungsansätze präsentiert werden, die im innovativen Oldenburger Münsterland schon lange entwickelt sind, wie aef-Vorsitzender Uwe Bartels am Dienstag in Vechta erläuterte. Das Projekt unter dem Logo „agrivizion“ wird vom Europa-Förderprogramm Leader mit 8000 Euro unterstützt, 2000 Euro schießt der Kreis Vechta dazu.

Das aef und weitere Experten haben vier Themenkreise ausgemacht, die dem Publikum näher gebracht werden sollen: die Zucht und ihre Möglichkeiten, die Nährstoffproblematik, die Haltungssysteme und die Ressourcenschonung. „Wir wollen zeigen dass das Oldenburger Münsterlands mit seinen Firmen Vordenker und schon länger in der Lage ist, Komplett-Lösungen anzubieten“, sagt Bartels.

Dem Wandel des gesellschaftlichen Denkens müsse mit einer Offensive begegnet werden, die klar macht, wie Landwirtschaft in der Realität aussieht. Den schrecklichen Bildern, die teils in den Medien gezeigt würden, wollen Bartels und das aef mit authentischen Personen und realistischen, repräsentativen Bildern begegnen.

Die erste der vier Veranstaltungen, die sich über zwei Jahre verteilen, läuft am Mittwoch, 7. Dezember, im „Burghotel“ in Dinklage. Ministerpräsident Stephan Weil wird zu Beginn der Dialogreihe „agrivizion Oldenburger Münsterland – Wir machen Zukunft“ ein Grußwort sprechen. Das Thema lautet „Wertewandel in den Zuchtzielen“. Prof. Dr. Henner Simianer (Georg-August-Universität) erläutert moderne Konzepte in der Tierzucht. Prof. Dr. Rudolf Preisinger (EW-Group GmbH) spricht über die Antworten der Geflügelzucht auf die aktuelle Kritik, und Prof. Dr. Sabine Petermann (Landesamt für Verbraucherschutz und Lebensmittelsicherheit) spricht über Tierschutz in der Nutztierhaltung. Wegen der Vogelgrippe werde auf einen Betriebsbesuch verzichtet, so Bartels.