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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Runder Geburtstag mutiert zum größeren Antoniusfest

06.09.2013

Vechta Bei den Jubiläen 1914, 1964 und 1989 war nie auch nur der geringste Zweifel aufgekommen. Als ältestes Gymnasium im Oldenburger Münsterland gingen die Wurzeln des Antonianum Vechta auf das Jahr 1714 zurück. Das hatte Pastor Karl Willoh (1846 – 1915) so geschrieben, und der Geistliche galt als eine unantastbare Autorität, was die Geschichte der heimischen Region anbelangt. Damit schien der Weg für die 300-Jahr-Feier 2014 geebnet.

Doch dann brachten es akribische Recherchen des Ex- Oberstudienrates Markus Instinsky um die Schulgeschichte ans Licht. „Mit 99,9-prozentiger Sicherheit“, so der Historiker, ist 1714 als Gründungsjahr des GAV nicht haltbar (die NWZ  berichtete).

Nach seinen Ergebnissen gilt der „5. Januarii 1719“ als Datum des Vertragsschlusses zwischen der Stadt Vechta und dem damaligen Konvent der Franziskaner über die Einrichtung der beiden oberen Gymnasialklassen „Poetica“ und „Rhetorica“. Kein Zweifel: Damit muss das Datum der Schulgründung revidiert werden.

GAV-Schulleiter Peter Rörsch und das Vorbereitungsteam für das Jubiläum reagierten sofort. Sie informierten Lehrer, Elternvertreter und Schüler. Seit Donnerstag, 5. September, findet sich auf der Internetseite des Gymnasium ein Hinweis: „Nach neuesten Erkenntnissen müssen wir davon ausgehen, dass die Gründung der Schule auf das Jahr 1719 korrigiert werden muss. Das heißt: Es kann 2014 keine Jubiläumsfeier stattfinden.“ Allerdings soll die Antonius-Wanderung fortgesetzt werden, und auch ein Antoniusfest in umfangreicherer Form sowie die jährliche Chronik stehen weiter auf dem Plan.

Doch bis dahin gilt es, noch viel wieder abzuarbeiten. Das Projekt Festschrift 2014 ist gekippt, ein eigens eingerichtetes Seminarfach Schuljubiläum hängt zunächst einmal in der Luft, Rörsch muss die Bischöfe Heinrich Timmerevers und Jan Janssen, die zugesagt hatten, einen ökumenischen Gottesdienst zu feiern, informieren, zahlreiche Einladungen sind wieder abzusagen, und, und, und. Schließlich gilt es, die Frage zu beantworten, was mit den bereits eingegangenen Sponsorengeldern in Höhe von 7000 Euro geschehen kann.

Christoph Floren
Cloppenburg
Redaktion Münsterland
Tel:
04471 9988 2804

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