Vechta - Fehlender Brandschutz in der Liebfrauenschule hatte das Bischöflich Münstersche Offizialat (BMO) Vechta 2016 veranlasst, die umfangreiche Sanierung des einzigen Mädchengymnasiums im Oldenburger Land anzugehen. Die vom Kirchensteuerrat bewilligten Baumaßnahmen wurden mit 2,9 Millionen Euro veranschlagt. Mit 750 000 Euro beteiligt sich der Kreis Vechta. 58 000 Euro kommen aus einem Klimaschutz-Förderprogramm der Bundesregierung. Bei einem Ortstermin informierte sich Vertreter der Kirchenbörde und der Schulstiftung St. Benedikt über den Fortschritt der Arbeiten.

Der im Sommer 2015 begonnene erste Bauabschnitt ist abgeschlossen. Treppenhäuser und Flure erhielten Brandschutztüren. Zudem wurden viele Elektroleitungen erneuert, so BMO-Architektin Maria Riesenbeck. Fertiggestellt ist auch der zweite Bauabschnitt, der Umbau des früheren Konvents. Ende 2013 hatten sich die Schwestern Unser Lieben Frau [ULF) aus der Schule zurückgezogen und sie an eine GmbH in Trägerschaft des Offizialates übertragen. Wo früher die Küche war, befindet sich jetzt das Direktorat. Die neue Verwaltung erstreckt sich über zwei Etagen, im zweiten Obergeschoss bleibt Platz für die neue Bibliothek. Zum dritten Bauabschnitt, der noch nicht ganz abgeschlossen ist, gehört die Sanierung der Heizung, des Aufzugs und der beiden Klassentrakte mit 21 Klassenräumen sowie zehn Kursräumen. „Die Fertigstellung ist für Sommer 2017 geplant“, erklärte Riesenbeck.

In zwei weiteren Bauabschnitten, die 2018 beginnen, geht es um die Modernisierung der Turnhalle und des naturwissenschaftlichen Bereichs. Danach verbleiben Arbeiten an den Toiletten.

Uwe Kathmann, Geschäftsführer der Schulstiftung St. Benedikt, dankte bei dem Rundgang dem Kreis Vechta für die großzügige Förderung im Bereich des ersten Bauabschnitts, der 1,5 Milleionen Euro gekostet habe. Die Unterstützung des Bundesumweltministeriums im Rahmen der Nationalen Klimaschutzinitiative habe den Austausch der Innenbeleuchtung ermöglicht. „Die neue Beleuchtung erfüllt modernste Anforderungen, spart Strom und vermindert die CO2-Belastung deutlich. Von der Modernisierung profitieren nicht nur die Schülerinnen und Lehrkräfte, sondern auch die Umwelt“, so Kathmann.