Vechta/Lohne - Sieben junge Menschen zwischen 15 und 19 Jahren aus dem Landkreis Vechta haben in dem Projekt „Schulverweigerung – Die zweite Chance“ des Caritas-Sozialwerks teilgenommen und dabei einen so genannten Profilpass von sich erstellt. Einige der Jugendlichen leben erst seit drei bis fünf Jahren in Deutschland und kommen aus dem Irak, aus Syrien und China.

Sie hätten oft mit Sprachschwierigkeiten zu kämpfen und bekommen wenig positive Rückmeldung. Das führe dazu, dass sie in der Schule abschalten oder sie gar schwänzen, sagt Johannes Lamping, der die Jugendlichen in dem Projekt betreute.

Das Projekt will Schülern helfen, die ihren Hauptschulabschluss gefährden. Dafür haben die sieben Jugendlichen jetzt einen Profilpass von sich erstellt. Dieser wurde vom Deutschen Institut für Erwachsenenbildung entwickelt. Der Pass soll ihnen dabei helfen, einen für sie passenden Beruf auszuwählen und kann auch bei einer Berufsberatung beispielsweise bei der Agentur für Arbeit verwendet werden. Zwei Tage lang bekamen die jungen Leute Fragen und Aufgaben im Bildungszentrum der Caritas in Lohne gestellt.

Dabei wurde auf die Fähigkeiten eingegangen, die die sieben Heranwachsenden Zuhause in der Familie, in der Schule, in Vereinen oder in Bereichen wie der Musik bereits erworben haben.

„Die Jugendlichen sind sich über ihre Fähigkeiten oft nicht im Klaren“, so Lamping. „Wir helfen ihnen dabei und eröffnen ihnen so Perspektiven.“ Aber auch über ihre Schwächen sollten sich die jungen Leute im Klaren sein, damit sie ihre beruflichen Träume an die Realität anpassen könnten, betont Lamping.