Vechta - Über viele Jahre haben die Malteser im Offizialatsbezirk Oldenburg, unterstützt durch die Bevölkerung, Lebensmittelpakete für ihre Weihnachtsaktion gepackt (die NWZ berichtete). Lkw brachten die Winterhilfe für von Hunger bedrohte kinderreiche Familien, Rentner und sozial Schwache nach Weißrussland, etwa in die Städte Minsk und Grodno. Das erforderte eine umfangreiche und kostenintensive Logistik.
Was ist aus diesem im Oldenburger Münsterland von gelebter Mitmenschlichkeit getragenen Projekt geworden? Geht es weiter? Wenn ja, wie?
Ebenso wie 2012 setzen die Malteser ihre Weißrussland-Winterhilfe auch in diesem Jahr fort. Neben Grodno, Minsk/Mogilew und Witebsk wird auch Pinsk, das vierte Bistum mit einbezogen.
Allerdings packen Caritas-Partner vor Ort, die inzwischen über eine entsprechende Infrastruktur verfügen, die Pakete. Den Kauf der Grundnahrungsmittel ermöglichen Spenden. Das spart Transportkosten, erübrigt die aufwendige und zeitraubende Einfuhr, und wirkt zielgerichtet, weil etwa die Verpackungen der Lebensmittel Beschriftungen in russischer Sprache tragen. Zudem unterstützt es den Anspruch auf Hilfe durch Selbsthilfe.
Gleichzeitig erhält jeder Empfängerort eine Lkw-Ladung gebrauchter, sorgfältig sortierter Kleidung aus Malteser-Lagern. Auch deren Verteilung übernehmen Helfer der Caritas in Weißrussland.
2012, so Stephan Grabber (MHD-Vechta) ermöglichten mehr als 100 Spender, dass die Caritas in Minsk und Grodno 1000 Lebensmittelpakete packte. Für 15 Euro stellt etwa die Caritas in Grodno ein Zwölf-Kilo-Paket mit Mehl, Reis, Zucker, Öl, Haferflocken und Buchweizengrieß zusammen. Es reicht für eine Person. Etwa 60 Euro sind nötig, um eine Familie mit fünf Kindern auf diese Weise zu versorgen.
Spenden für die Malteser-Weihnachtsaktion 2013 sollten bis Sonntag, 15. Dezember, auf dem Sonderkonto 120 122 50 15 bei der Pax Bank (Köln) BLZ 370 60 12 eingehen. das Stichwort lautet „Winterhilfe Weißrussland“.
