Vechta - Anlässlich eines Besuchs im Flüchtlingswohnheim an der Oldenburger Straße in Vechta hat sich der Vorstand der Frauen Union (FU) im CDU-Stadtverband bei einer Deutschstunde über die durch die FU geförderte Sprachförderung informiert. In der Einrichtung engagieren sich Hans Hempen, Maria Schulte und Anna-Maria Langer zweimal wöchentlich für Frauen, die größtenteils aus der Umgebung von Aleppo (Nordsyrien) stammen.
Sie sind Yesiden oder Katholiken und können voraussichtlich in Deutschland bleiben. In ihrer Heimat haben die Mütter und Kinder den Krieg hautnah miterlebt. So habe etwa eine Frau mit ansehen müssen, wie ihr Mann getötet wurde, berichteten die Flüchtlinge den Besuchern.
Laut Hempen ist es ein wesentliches Unterrichtsmerkmal, ein wertschätzendes Mit- und Füreinander zu entwickeln, um einen Lernprozess auf Vertrauensbasis zu ermöglichen. Ziel des Unterricht sei es, den Flüchtlingen Dinge des täglichen Lebens näher zu bringen. So werden beispielsweise Arztbesuche, Einkäufe im Supermarkt oder Fahrten mit dem Fahrrad thematisiert. Stets dabei sind die Kinder der Sprachschülerinnen. Sie lernen spielerisch Deutsch.
