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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Uni will offene Hochschule leben

13.10.2015

Vechta Flüchtlinge aktiv ins akademische Leben integrieren. Diesem Ziel hat sich die Universität Vechta nicht erst durch drei dreiwöchige, aufeinander aufbauende Intensivsprachkurse im August und September (die NWZ  berichtete) verschrieben.

Das International Office hat seit August etwa 60 Flüchtlinge akademisch beraten. Laut Judith Pelz, der Leiterin der Einrichtung, verfügen etwa 90 Prozent von ihnen über ein Hochschulexamen oder eine Zulassung. Sie wollen in Deutschland ein Studium oder einen entsprechenden Anpassungslehrgang absolvieren. Die nächste Hürde ist das erforderliche Sprachniveau. Dabei hilft die Kreisvolkshochschule Vechta.

Um schnell vielen Flüchtlingen den Erwerb der nötigen Sprachkenntnisse zu ermöglichen hat sie Hochschule zum Wintersemester 2015/16 ausgewählte Lehrveranstaltungen im Bereich Deutsch als Fremdsprache geöffnet. Seit August haben zwei Dutzend Flüchtlinge die Einstufungstests absolviert. Demnächst besuchen sie die Kurse des Sprachenzentrums.

Zudem wird an der Universität Vechta im Zusammenhang mit Flüchtlingsströmen geforscht. Prof. Nadia Kutscher (Soziale Arbeit) etwa untersucht in Kooperation mit dem Deutschen Kinderhilfswerk, wie unbegleitete minderjährige Flüchtlinge digitale Medien zur Kontaktaufnahme nutzen. In Planung sind zudem Projekte in den Bereichen Erziehungswissenschaften und Germanistik.

Von studentischer Seite kommt die Initiative „Refugees CommUNity“ mit rund 80 Aktiven. Sie begleiten etwa Flüchtlinge bei Behördengängen. „Wir wollen eine Willkommenskultur und interkulturellen Ausgleich schaffen“, so Nuri Gören, einer der Mitbegründer der Vereinigung.

Schlaglichter auf die Lage von Flüchtlingen hat der Leiter der UNO-Flüchtlingshilfe Norddeutschland, Prof. Reinhold Friedl (Cuxhaven) bei einem von 75 Personen aus dem Offizialatsbezirk besuchten Fachtag im Vechtaer St.-Antonius-Haus geworfen. Laut Friedl sind 60 Millionen Menschen, die Hälfte von ihnen 18 Jahre alt oder jünger, auf der Flucht. Sie hielten sich zu 86 Prozent in Entwicklungsländern auf. Er erinnerte daran, dass seit 2010 insgesamt 15 neue Konflikte ausgebrochen seien.

Friedl sah drei Lösungen der Flüchtlingsfrage: Die Repatriierung (Rückführung) in die Heimatländer, die lokale Integration im Aufenthaltsland sowie die Umsiedlung in ein Drittland. Er forderte mehr Geld für Projekte zur Stützung der Nachbarn von Krisengebieten. Dort falle die Zeit bis zur Rückkehr in eine inzwischen befriedete Heimat leichter, als in Mitteleuropa.

Christoph Floren Cloppenburg / Redaktion Münsterland
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