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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Abschluss An Der Uni Vechta: „Immer ein positives Menschenbild beibehalten“

13.11.2018

Vechta PL – Die Universität Vechta hat am Freitag 51 Absolventinnen und Absolventen der Studiengänge Bachelor beziehungsweise Master Soziale Arbeit entlassen. Ebenfalls verabschiedet wurden die Absolventinnen und Absolventen des Berufsanerkennungsjahres (BAJ), die im Laufe des vergangenen Jahres an der Universität Vechta ihre staatliche Anerkennung zum Sozialarbeiter/Sozialpädagogen oder zur Sozialarbeiterin/Sozialpädagogin erlangt hatten. Mehr als 200 Menschen hatten den Weg zu „Sgundek“ gefunden.

Klaus-Joachim Schmelz gratulierte im Namen des Faches Soziale Arbeit allen Absolventen und Absolventinnen und ihren Familien zum Abschluss. Er ging auf das letzte Buch „Wer wir waren“ von Roger Willemsen ein, in dem dieser kritische Anregungen gibt, sich Ruhe und Zeit zu nehmen, in der „Rasanz der Zeit“ zumindest in einer Nachschau einen verantwortbaren kritischen Platz in Alltag und Beruf zu finden.

Unter dem Titel „Inklusion von Zuwanderern und -innen als Aufgabe der Sozialen Arbeit“ erzählte Prof Dr. Christine Hunner-Kreisel von dem Flüchtlingsdrama „In this world“ des Regisseurs Michael Winterbottom, in dem zwei afghanische Flüchtlinge in den vermeintlich goldenen Westen fliehen möchten und dabei am Ende einer der Geflüchteten qualvoll ums Leben kommt. Ausschlüsse von Zuwanderern müssten von der ganzen Gesellschaft verhindert werden. Die Rede schloss die Professorin mit dem Gedicht „Stufen“ von Hermann Hesse, das die unterschiedlichen Lebensphasen und den Umgang damit widerspiegelt.

Als Gastrednerin aus der Praxis fungierte in diesem Jahr Elisabeth Vodde-Börgerding, Migrationsberaterin für erwachsene Zuwanderer beim Caritas-Sozialwerk in Damme, die ihren bisherigen Lebensweg in der Sozialen Arbeit skizzierte. Sie machte den Absolventen für ihren neuen Lebensabschnitt Mut, gab ihnen den Tipp, sich nicht von Vorurteilen beirren zu lassen und ein positives Menschenbild beizubehalten. Sie übte Kritik an den zunehmenden fremdenfeindlichen Haltungen in Ost und West und betonte, dass niemand seine Heimat freiwillig verlassen würde.

Anna Paul vom Studierendenparlament gab den ehemaligen Kommilitoninnen und Kommilitonen ebenfalls die besten Wünsche mit auf den Weg. Die Feierstunde wurde stimmungsvoll von Tabea Thomas (Querflöte und Kontrabass), Rebecca Thomas (Violoncello und Klavier) und Rainer Wördemann (Klavier) begleitet. Den Ausklang des Festakts bildete der Sektempfang des Allgemeinen Studierendenausschusses, der zugleich Einstieg in den anschließenden Ball im FIZZ war, der von der Fachschaft Soziale Arbeit bereits zum dritten Mal liebevoll vorbereitet wurde und bis tief in die Nacht dauerte.

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