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NWZonline.de Region Vechta Gemeinden Vechta

Altenheime In Vechta: Quasselbuden sollen Senioren gut geschützt ins Gespräch bringen

15.06.2020

Vechta Selbstredend können die Quasselbuden nicht selbst reden. Aber sie können etwas anderes: als Begegnungsstätten der Einsamkeit und Stille entgegenwirken. Diese beiden Stimmungskiller haben sich in den zurückliegenden Wochen aufgrund der Kontaktbeschränkungen durch die Corona-Pandemie bei so manchem Alten- und Pflegeheim-Bewohner eingestellt. Die Bürgerstiftung Vechta und die Initiative Wir helfen Vechta stellen nun mit vielen weiteren Helfern zusammen neun Begegnungshäuser für Alten- und Pflegeheime zur Verfügung. In ihnen können die Bewohner Kontakte pflegen, ohne sich dem Risiko einer Corona-Infektion auszusetzen.

Alten Menschen helfen

Anfang März hatte Hanno Leidig die Initiative Wir helfen Vechta ins Leben gerufen, um das Leben von Senioren in den Altersheimen in Vechta und der kranken Menschen im Aphasie-Zentrum Langförden in der schwierigen Situation der Corona-Krise angenehmer zu gestalten. Außerdem ging es darum, dem Personal in den Einrichtungen etwas Arbeit abzunehmen.

Das neue Projekt mit den Begegnungshäusern dürfte beide Punkte erfüllen. Mit ihrem Begegnungskonzept und den Quasselbuden genannten kleinen Gebäuden wollen die Ehrenamtlichen die Heimbewohner aus der Isolation herausführen. Die etwa acht Quadratmeter großen, barrierefreien Häuser mit zwei Fenstern und zwei Türen sollen außerhalb der Einrichtungen aufgestellt werden.

Sie werden im Gegensatz zu handelsüblichen Gartenhäusern aus dem Baumarkt massiv und mit besserer Holzqualität gebaut, und sie werden lasiert. Die Quasselbuden haben jeweils zwei Räume, die durch eine Sicherheitsglasscheibe getrennt und über eine Gegensprechanlage miteinander verbunden sind.

Kosten werden geteilt

Die Kosten für die neun Quasselbuden betragen insgesamt 63 000 Euro, die je zur Hälfte real zu finanzieren und durch ehrenamtliche Arbeitsleistung zu erbringen sind. Das tatsächlich zu zahlende Geld kommt aus dem Corona-Hilfsfonds des Bischöflich Münsterschen Offizialats (12 500 Euro), vom Spendenkonto Bürgerstiftung Vechta/Initiative Wir helfen Vechta (11 000 Euro), aus Mitteln der Bürgerstiftung Vechta (5000 Euro) und von der Partnerschaft für Demokratie (3000 Euro).

Verteilt werden die Häuser folgendermaßen: zwei Häuser für St. Hedwig (Vechta), und jeweils eines für St. Teresa (Vechta), proVita für das Leben (Vechta), St. Franziskus (Goldenstedt), St. Benedikt (Visbek), für den St. Johannes-Stift (Bakum), für das Aphasie-Zentrum (Langförden), und das Andreaswerk (Vechta).

Schützen unterstützen

Die Begegnungshäuser wurden nach Vorfertigung auf dem Sportplatz des Andreaswerks Vechta zusammengebaut. Für den Aufbau wurden bis zu 40 Ehrenamtliche, darunter viele Handwerker, gewonnen. Besonders aus dem BSV Bürgerschützenverein Vechta kam viel Hilfe. Die Quasselbuden werden mit Kränen an die Standorte gebracht, die mit den Einrichtungen abgestimmt sind. Dort sollen sie dauerhaft bleiben.

Steffen Szepanski Lokalsport / Redaktion Münsterland
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